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Nachrichten von dem Leben und den Erfindungen der berühmtesten Mathematiker : 1. Theil: die bis jetzt verstorbenen / Georg Heinrich Hollenberg
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216
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rn seinem zwölften Jahre ohne Bücher undLehrer bis zur Z2stm Proposition des erstenBuchs des Euklids gekommen seyn,und also gleichsam alle Satze aus sich selbstgeschöpft haben. So sehr dieses als einunerhörtes Beyspiel in Zweifel gezogen zuwerden verdient; so wahr ist es doch, daßer sehr früh, und zwar in seinem sechzehn-ten Jahre, bereits einen Traktat von denKegelschnitten geliefert hat, worinn alles,was Appollonius davon erwiesen hat,aus einem einzigen Satze hergeleitet war.Man sandte die Abhandlung dem Carte-sio zu, welcher es sehr in Zweifel zog,daß ein Mensch von 16 Jahren der Verfas-ser eines so tief gedachten Werks seyn kön-ne, sondern vielmehr den Vater des jun-gen Paskals für den Urheber desselbenhielt. Es bleibt dieses Factum inzwischenallemal wahr, und wird um desto leichterzu begreifen seyn, wenn man bedenkt, daßer durch seine im 19. Jahre erfundene undsehr künstlich ausgedachte Rechenmaschineeine noch viel grössere Probe feines Ver-standes und Erfindungsgeistes abgelegt hat,welche Leibniz seiner Aufmerksamkeit sowürdig hielt, daß er sich selbst , als er mParis war, daran machte eine ähnlicheMaschine zu erfinden, wovon das Speci-men noch aufder Sternwarte zu G ö 11 i mgen befindlich ist. Eine