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Nachrichten von dem Leben und den Erfindungen der berühmtesten Mathematiker : 1. Theil: die bis jetzt verstorbenen / Georg Heinrich Hollenberg
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aufgetragen, welches er in der Gegendvon Paris unternahm. Er bediente sichbey dieser Arbeit eines Gecrors, welcherio Fuß im Radio, und (welches damalsnoch neu, und nach Einiger VermuthungPicards eigene Erfindung war) ein Fern-rohr mit einem Faden-Kreuze statt derDioptern hatte. Er nahm dann die Pol-höhen von Amiens und Malvoisi-n e, und fand den Unterschied der Breiteni°,2?"/ff". Darauf maß er eine Distanz-kinie von 5662 Toisen und' 5 Fuß, welcheer bey einer abermaligen zweyten Messung566 z Toisen und l Fuß fand. Zwischendiesen beyden nahmer das Mittel von 566zToisen, und gründete darauf eine trigono-metrische Vermessung von Triangeln, wo-durch der Grad des Meridians auf 57060Toisen bestimmt wurde. — Als man nachPicards Tode wiederholte Nachmessun-gen angestellt hatte, fand sich, daß sichPicard auf 1000 Toisen um 1 versehen,und sonst noch Fehler eingeschlichen waren,welche verbessert den Grad auf 57095 Toi-sen anzunehmen erlauben.

Im Jahre 1671 reiste Picard aufVerlangen der Akademie nach Uranien-burg um auf dem Observatorio des Ty-cho de Brahe die Lange und Breite zubestimmen, damit die Beobachtungen die-ses