2
»76 - - - '
hielt er es in derRücksicht. Nachdem aberKepler gestorben, und Deutschlandmit Krieg überzogen war, so gieng diesWerk von einer Hand in die andere, undwäre bald verloren gegangen, wenn nichtglücklicher Weise die Wünsche der Astro-nomen bis zum Throne des Kaisers Fer-dinand II. gedrungen wären, und die-ser durch den Kanzler Grafen M a r t i n u-si u s eine Untersuchung darüber hatte an-stellen lassen. Nun ware es aber nochnicht völlig in Sicherheit, sondern liefwährend den beständigen Kriegsunruheneinigemal Gefahr verbrannt und geraubtzu werden. Endlich wurde dann diesesManuscript, wie oben erwähnt, im Jahr1666 durch A. Curtins zum Druck be-fördert. Nachher aber hat man, durchBarth 0lins Veranlassung, gefunden,daß das Manuscript, wornach dieser Druckgeschehen, nur eine fehlerhafte Kopie sey;das wahre Original aber sich noch in Dä-nemark befinde. — Als nun Picardim Jahr 1671 auf Veranlassung der Aka-demie eine Reise nach Uranienburgmachte; hatte er das Glück das ächte Ori-ginal dieser Tycho Nischen Beobach-tung durch Bartholins Vermittelungzu erhalten, welches er der Akademie über-liefert, und also dadurch in guten Verwahrgebracht hat. ' 212)