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Messers von demselben absteht, oder unter einem Winkel von40" erscheint, welche Wahrnehmung daher bei Bestimmung desDurchmessers der Signale zu benutzen ist.
Wenn der Durchmesser eines Signals mit 6, dessen Ent-fernung mit v bezeichnet wird, so hat man für den Sehwinkelx, in Sekunden ausgedrückt,
v: ll — 206265 : x"
x" — — 206265,
v
wobei letztere Zahl, als Einheit, die Größe eines Winkelsin Secunden bezeichnet, welcher dem Halbmesser gleich ist.(S. Abschnitt V.) Umgekehrt findet man für eine Se-cunde des Sehwinkels den Durchmesser ä, den ein Gegenstand
haben muß, --- —- z. B. auf eine Stunde oder 12000 Fuß
— 0,08 Fuß. Ob alsdann bis auf eine Secunde pointirtwerden kann, hängt von der Vergrößerung des Fernrohrs ab,wobei übrigens zu berücksichtigen ist, daß durch das Fadenkreuzim Fernrohre ein Theil des Sehfeldes verdeckt wird, so daßman sich bei den hier gewöhnlichen Fernröhren begnügen kann,wenn der Winkel bis auf 10" genau pointirt wird*).
Durch ein verstärktes Licht wird bewirkt, daß ein bei ge-wöhnlicher Helligkeit nicht, oder nicht deutlich erscheinender Ge-genstand genau pointirt werden kann. So erscheinen Signalebei günstiger Abendbeleuchtung deutlich, die man am Mittagnicht sieht. Auf künstliche Weise erreicht man dieß durch dasHeliotrop (ein Spiegel, mittelst welchem das Sonnenlicht aufdas Signal geworfen wird und gegen den Beobachter reflectirt).
In dieser Beziehung wird noch Folgendes zur Erläuterungbeigefügt:
(Fig. 5 .) Es sey ein sehr entfernter Gegenstand, denman von e aus unter dem Winkel g 6 /L sieht. V 8 sey das er-habene Objectivglas von der Brennweite 6 a, und 68 dasgleichfalls erhabene Ocularglas von der Brennweite V u, so daßdie beiden Brennpunkte in -> zusammenfallen. Von dem Punkte^ fallen auf V 8 unzählbare, mit ^6 parallele Strahlen, von
) Preß, a. a. O. S. ,28.