Frankreich so wäre, als wenn die Abplattung ^wäre.
Indeß ließ sich hierüber mit Gewißheit nichtssagen. Denn wenn man auch die Messungen imgeographischen und im astronomischen Theile für faßfehlerfrei hält (da man es in der Vollkommenheitder Instrumente und in der Kunst zu beobachtenwirklich sehr weit gebracht hat), >ö ist immer einUmstand vorhanden, für den schwer einzugestchenist, und der einen großen Einfluß ausübt.
Man ist nämlich nicht sicher, daß überall dasLoth senkrecht steht, daß nirgends örtliche Anziehumgen vorhanden, die es von seinem senkrechten Standeum einige Secunden abziehen. Daß in der Nähehoher Berge das Loth von der senkrechten Linie abgezo-gen werde, ist längst beobachtet. Wenn nun im In-nern der Erde ebenfalls Stellen von ungleicher Dich-tigkeit sind, und diese ziehen das Loth in der Rich-tung von Süden nach Norden ab, so bekommt maneine unrichtige Polhöhe, und man halt den Bogen,
den man vom Himmel anf die Erde übertragen,
für größer oder kleiner, als er wirklich ist. — In-dem man nun hieraus auf die Größe der Abplat-
tung schließt, begeht man einen Irrthum.
Um diese Frage über die örtlichen Ungleichhei-ten völlig ins Klare zu bringen, so ist die Grad-