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Ueber das Cataster [2] : zweites Buch. Verfertigung des Catasters / von Benzenberg
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Die gleiche Vercheilung der Steuern erscheintihr aber immer als sehr vorthcilhaft, und sie läßtsich keine ungleiche Vercheilung mehr gefallen, so-bald sie ein ausführbares Mittel' gefunden, einegleichförmige zu erhalten.

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Indem man in historischer Weise dasjenige er- 'zählt, was bereits da gewesen, so ist dem Schwan-ken der MeinNigcn über dasjenige, was noch znthun, ein kleinerer Spielraum gegönnt, und indemder Kreis enger, in Pein sie sich zu bewegen genö-thigt, so ist die Wahrscheinlichkeit vermehrt, daß siesich auf dem Rechten ausgleichen.

Denn die sittliche Welt, und hier verstehe» wirdarunter die Gesellschaft, befolgt dieselben Gesetze,wie die physische, Aus der Mechanik des Himmelsist es bekannt, daß die Bahnen der Himmelskör-per und ihre Neigungen gegen einander um gewissemittlere Bestände schwanken, und daß, wenn siediesen sehr nahe gebracht sind, es unmöglich für sieist,> sich wieder von ihnen zu entfernen.

(es ist daher nicht nothwendig, baßman die Dinge in die Mitte bpinge. Esist schon hin reichend, wenn man sie nahedabei bringt, da sie vermöge ihrer Na-tur schon genöthigt sind, sich der Mittestets zu nähern, soba ld sie dieser bisa»eine kleine Entfernung nahe gebrachtsind.

Nachdem wir uns mit demjenigen bekannt gsmacht haben, was bereits geschehen, so gehe» >ch ,nicht ganz unvorbereitet an die Entwcrfung c>Plans für die Verfertigung eines genauen Entastfür unsere rheinisch .-westfälischen Provinzen.