Die Kreuzzüge vermehrten bald nachher in derabendländischen Christenheit die Verhältnisse, die desAustausches und des Geldes bedurften.
Ein Deutscher Ritter, der nach Jerusalem zog-kannte die Lebensmittel, die er zu seiner Reise von-nithm, nicht von seinem Mode mitnehmen, son-dem er mußte sie in dem Hafen einkaufen, wo ersich einschiffte; denn da der Weg nach dem heiligenTrabe zum großen Theile durch befreundete LanderWg, s» konnte er nicht sein Schwerd wie seinenAcker betrachten.
Er mußte sich also Geld verschaffen, entwederdurch Verkaufen oder Versehen. Vielfach war hierzudir Geistlichkeit behülflich, weil sich in ihr durch ihreVerbindung mit Rom früher Geldverhältnisse ent-ölt als unter den Laien.
! Der Papst hatte befohlen, daß Niemand, beiStrafe des Banns, von den Kreuzfahrern.Zinsen»chnien dürfe. Hierdurch machte er sie in der be-ftn Meinung kreditlos und leitete zuerst den Gürierhandcl ein — wodurch der Ackerboden lernte, sei«
Herrn zu wechseln.
Die Entstehung der Städte, welche in diesePeriode fallt, und das Aufblühen des Handels zwi-, Hrn dem Abendlande und dem Morgenlande —«erwehrte schnell die Geldverhältnisse in der Gesell-ichsst, und im ,4ren und röten Jahrhundert war
Geld schon wieder zu einer großen Macht ge-He», besonders in Italien, dem Mittelpunkte desöligen Geldwesens, wo damals, wie Herr von