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Ueber das Cataster [2] : zweites Buch. Verfertigung des Catasters / von Benzenberg
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311
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wich das definitive Catastcr schon bedeutend genauer, weilsich dann schon viele Verhältnisse nach dem provisorischengebildet und gerichtet haben; allein diejenige Gcnauig-keiterrcichccedann doch nochnicht, welche man ihm nachab Jahren bei der ersten Revision geben kann. Die Gc-nauigkcit, welche es dann erreicht, wird von der zweietcn Revision, welche nach 5» Zähren kommt, zwar nochübertreffen werden, allein doch nicht um Vieles, weilsich in den ersten 26 Jahren schon alle Verhältnisse nach-dem Kataster bilden und festsetzen. Was es aber beson-ders verhindert, daß das Catastcr bei der ersten Aufstel-hing nicht so genau werden kann, als bei der ersten Re-vision nach 25 Jahren, ist Folgendes: Man findetnur d a n n genaue Mittelzah le n, wenn dieGesellschaft in einer Art Bcharrungs-zustande ist, wenn es in ihr heute so her-geht wie morgen,-und die veränderlichenGrüßen ihren gewöhnlichen Kreislaufmit fruchtbaren und unfruchtbaren Jah-, rcn halte n. Allein sobald große Revolutionen ein-sten, wodurch die Gesellschaft sich einmal in ganz, andere Fugen setzt wenn, wie inFranrkeich fast einViertel des Bodens, so in todten Händen war, in dasI Gewebe des bürgerlichen Verkehrs kommt wenn dieZehnten, welche mehr betragen wie die Steuern, auf-! gehoben werben wc'nn, wie jetzt in Preußen, dieBande gelöst werden, in welche der Boden seit Jahr-hmrdertm verstrickt war, so entsteht ein solchesschwanken in allen mittlern Frucht- und Pachtprei-> im, daß es unmöglich ist, Mittelzahlcn anzugeben.