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Ueber das Cataster [2] : zweites Buch. Verfertigung des Catasters / von Benzenberg
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408
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Frankreich in ,o Zähren ganz speciell vermessen, undda die Messung einer Gemeinde immer sechsmalso viel Zeit fodcrt -ls die Abschätzung, so konnteman mit den Abschätzungen in dieser Zeit noch umso viel leichter fertig werden. Was die Kosten be-trifft, so werden diese um so viel geringer, je schnel-ler das Catastcr fertig wird, und ob 3 oder. 6 Cen-timen jährlich bezahlt werden, das empfindet Nie-mand in der Steuer. Auch hat wirklich das Geldnie Schwierigkeiten gemacht, und wenn man die Ge-schichte des Französischen Catastcrs durchgeht, sofindet man, daß die Regierung immermehr Geld hatte, als Kenntnisse. Da-durch, daß man gleich alle Reklamationen abschnei-det, vermeidet man eine Menge leerer Rederei undvergeblicher Untersuchungen. Alle Reklamationen vonGemeinden und Cantonen und Departements werdendadurch leer, daß es den Reclamircnden an einerhinlänglichen Kenntniß der statistischen Data fehlt,welche nothwendig sind, um ein Urtheil und eineMeinung über den Gegenstand zu haben. Ein Pri-vatmann kann sich diese Kenntnisse nicht verschaffen; nur die Gencralinspectionen sind in der Lage, siesich sammeln zu können. Diese müssen daher dasje-nige, was sie sammeln, zweckmäßig ordnen und be-kannt machen, damit die Gemeinden und die De-partements das Catastcr, so wie die Stati-stik, mit völliger Kenntniß des Gegenstandes beur-theilen. Dieses ist auch die einzige Art, wodurch ei-nem so großen Unternehmen Zutrauen zu verjchaffen