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Ueber das Cataster [2] : zweites Buch. Verfertigung des Catasters / von Benzenberg
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418
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vorschießen, damit das Cataster nur schnell in allenDepartements fertig werde *).

») Die gleichförmige Vertheilung der Grundsteuer isteine solche Wohlthat für die Gesellschaft, daß diesesich keine ungleiche Vertheilung mehr gefallen läßt,sobald sie einmal hierüber hinlänglich aufgeklärt ist,und sie die Mittel hat kennen gelernt, wodnrck siezu einer gleichförmigen Vertheilung gelangen kann.Die Verfertigung der Catastcr pflanzt sich von einerNation auf die andere fort, und in Zeit von 25 Jah-ren ist im westlichen Europa sicher keine einzige mehr,die nicht ihr Cataster hat, Der Finanzministersoll uoch geboren werden, deb mit einer solchen Klug-heit begabt wäre, daß er die Gesellschaft an detgleichförmigen Vertheilung der Grundsteuer hindernkonnte, wenn diese die Ungleichfonnigkeit derselbenerkannt, und bei anderen Nationen die Mittel undWege gesehen, wie man zu einem genauen Catastergelangen kann. Das gebt hiermit im Großen aufdieselbe Weise, wie es mit den Stenerbescbwerdeu inden Gemeinden gebt. Einer steckt den Anderen an.Ist Einer überbürdetbat Einer reelamirt, und istseine Neclamanon untersucht und erledigt worden, souimmt das Neclamiren gar kein Ende mehr bismau ein genaues Cataster hat. Es liegtin der Natur des Menschen, sich keine ungerechteBe-steurung gefallen zu lasse», sobald er die Möglichkeiterkannt, eine gerechte zu erkalten. Das Catastrirender Länder gebt jetzt so nothwendig aus dem Ausian-de der Gesell,-daist hervor, daß es sich von selbermacht, und es zu kmdern möchte wobl eben so un-möglich seyn, als es überbävpt von jeder unmöglichgewesen, die Gesellschaft an irgend eirer Bewegun-z» hindern, welche sie geneigt ist, zu mache«.