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französischen Grammen und zum Theil auch mit dem in einem großen TheileDeutschlands gebrauchten nürnberger Mediclnal- und Apotheker-Gewicht.
Durch alles dieses wird es jetzt jedem gebildeten Bewohner einer Stadtoder eines Landes, wo Deutsch gesprochen wird, sehr leicht werden, die im Hand-buche zum Maßstabe gebrauchten Maße und Gewichte, in die an dem Wohnortegebräuchlichen umzuwandeln, zumal wenn man sich dabei Hülfstabelle» entwirft.Diese Tabellen können klein seyn, wenn man bei der Berechnung Decimalbrüchegebraucht, bei denen bekanntlich die Zehner, Hunderte, Lausende u. s. w., durchWeiterrücken des Theilungsstriches um 1, 2 oder 3 Stellen sogleich gefundenwerden. Weitläufiger wird die Hülfstabelle, sobald man bei ihrer Berechnungalle Unterabtheilungen eines Maßes oder Gewichts berücksichtigt. Einige Bei-spiele werden das hierbei zu beobachtende Verfahren deutlicher angeben.
1) Längenmaße. Sollte etwa das im Handbuche gebrauchte wienerEllenmaß gegen leipziger Ellen maß vertauscht werden, so würde man ausder Angabe des Handbuchs, daß die Elle zu Leipzig oder 0/" wiener Ellegroß sey, nachstehende Tabelle zu berechnen haben.
Wiener
Elle.
Leipziger
Elle
Wien.
Elle.
Leipziger
Elle.
Wn.
Elle.
Leipziger
Elle.
Wien. s LeipzigerElle. s Elle.
0,°i
0,°i"
0/
0,i"
1
1,58
10
13/
0 ,"
0,0276
0,2
0 ,- 7 -
2
2/6
20
27/
0 ,"
0 ,""
0/
0,414
3
4,14
0,"
0,°SS2
0/
0,5 5 2
4
5,"
U.
s. w.
0,"
0,°69°
0,-
0,-»°
5
6,»°
0,"
0 0828
0,-
0,8 2 s
6
8/»
0,°7
0,°»"
0/
0,9-6
7
9,--
0,°«
0,11"
0/
0,1° 4
8
11,"
0,°»
0,12"
0 ,-
0,242
9
12/2
Den Gebrauch dieser Tabelle lehrt folgendes Beispiel. Nach dem Hand-buchs ist die britische Reichselle (Jmperial-Standard-Uard) 1/<> — 1^/ö —1/ " wiener Elle groß. Wollte man dieses Maß in leipziger Ellenmaß berech-nen, so setzt man:
1 wiener Elle — 1," ° ° leipziger Elle0,i - - — 0 ,"so
0,07 - - — 0,°»" -
0 ,°" - - -- - 0 ,°°»- -
1,172 wiener Elle — 1,61°7 leipziger Elle — 1H Elle.
2) Hohlmaß. Um die im Handbuche befindlichen Getreidemaßeauf das in Frankfurt a. M. gebräuchliche Maß zurückzuführen, kann manentweder die pariser Kubikzolle, oder die jetzigen französischen Litres, oder daspreußische, oder das österreichische Maß zur Grundlage nehmen. Wählte mandas preußische Getreidemaß, so würde die Hülfstabelle auf folgende Art berechnetwerden. Nach dem Handbuche hat das frankfurter Malter oder Acbtel von 4Simmer, oder 8 Mesten, oder 16 Sechter, oder 64 Gescheit», oder 256 Mäß-chen, oder 1024 Schrott, denselben körperlichen Raum wie 2 Scheffel 1^ Metze(33/ Metze) preußisches Getreidemaß, folglich ist:
1 preußische Metze — 30 ," »7 frankfurter Schrott — 1 Mäßchen14 /"? Schrott, und
1 Preußischer Scheffel — 490,"» Schrott — 1 Malter, 1 Meste,1 Sechter, 2 Gescheit», 2 Mäßchen, 2,"» Schrott.
Danach wird folgende Hülfstabelle berechnet.