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Calendarium
zugleich miiessen nach Göttlicher , einmahl besteiter Ordnung ein jeder auffseine besondere weiss daher fliessen. Ja, spricht einer, die Jahrs revolutiongehet nit eben vber das Jahr selbsten, sondern vber den Erdboden, Wel-cher alle Jahr gleichsam von newem geboren würdt. Antwort, des Men-schen gebürt hat einen augenscheinlichen anfang, wann er von seiner Muet-ter abgelöset, vnd für sich selbsten anfahet zu leben: der Erdboden abersampt allen Bäumen, Früchten vnd der Lufft werden von eim tag zum andernje länger je mehr oder weniger erhitzet, erweichet vnd verändert, derowegenman nicht, wie bei dem Menschen, den ersten tag, sondern die Constella-tion durch das gantze Jahr ansehen mueste. Wan aber schon dises ver-worffen vnd nicht geglaubt würdt, das je zu zeitten eine vergifftung derlufft, oder vnfruchtbarkeit ohne mittel an 'dem Himmel wachse, vnd vongewissen zu solchem vnglück erschaffenen Sternen in die Erd eingegossenwerde: so ists drum nicht vmb die Astrologia geschehen, wie auss folgen-dem Diseurs zu ersehen. Wir sehen, 1) das der Erdboden seine Natür-liche wärm in sich hat, vnd Sommer vnd Winter behelt, 2) das so vil mäch-tige grosse Wasserflüss auss den höchsten bergen entspringen, 3) das einvnerschöpfliche menige allerley Metall vnd Mineralien in der Erden zusamen-kommet vnd gestehet. Woher kompt diss alles? Nirgend werden wirsbesser erfahren, den an des Menschen leib, an der kleinen weit. Da findestuauch ein Natürliche wärm, da lindestu das sich das bluet in den Aderntäglich mehret, da fallen stättige flüss auss dem hohen berg des haupts.Woher kompt es da? Dahero, dieweil der Mensch ein "lebendige sehl hat.So sagen nun die Natürliche Meister, was sie wollen, in der Erden stecketauch ein sehl, die dises alles würcket, vnd auss dem Meerwasser (wöllichesdurch seine Canäl in die tüeffeste Orter der Erden hinabfliesset) durch seineNatürliche hitz solliche mächtige Dämpf in die berge aufsteigen machet,alda sie als gleich in einem Alembico wider zu wasser werden. Je mehrsich nun diser werckmeister erhitzet, je mehr sein leib, die Erde schwitzet,das die dämpffe weit vber die berge aussgehen, vnd da allerley gewittermachen. Biss dahero versehe ich mich keines sonderlichen verwunderens.Ynd weitter. Ein Himmlischer Aspect, wie die von einem tag zum andernauff einander folgen, bestehet nicht in der menige des Himlischen liechts,dan im Himel ist fast einmahl sovil liechts als das ander, sonderndas heisset ein Aspect, wan die liechtstralen zweyer Planeten hie aufErden einen gefüegen winckhel machen. So würckhet nun das Him-lische Liecht in die Erden, als die erfahrung bezeüget, nicht nur anvnd für sich selbsten, sondern mehrertheils von wegen der Astronomiazweyer Liechter. Wie khan das zugehn ? Oder was klian ein ratio Geo-metrica, oder Harmonia würckhen? Antwort, wir wollens abermahl voneim exempel lehrnen. Es pflegen etliche artzt jre patienten durch einlieblich Musica zu curieren. Wie khan da die Musica in eines andernMenschen leib würckhen? Nämlich also das die sehl des Menschen, wieauch etlicher tliier die Harmoniam verstehet, sich darüber erfrewet, er-quicket, vnd in jrem leib desto kräfftiger würdt. So dan nun auch diehimlische würckung in den Erdboden durch eine Harmoniam vnd stille Mu-sicam khumpt, so muess abermahl in dem Erdboden nicht nur die thummevnverständliche Feuchtigkeit, sondern auch eine verständliche sehl steckhen,wölliche anfahe zu dantzen, wan jr die Aspect pfeiften, die sich bey we-renden starckhen Aspecten starckh erhitze, jr ampt mit aufftreibung der