Band 
Volumen primum.
Seite
494
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494 Prognosticum in annos MDCXVIII et XIX.

29. Nov. beynahe ad cor Hydrae gereichet. Der letzte ist jetztbesagten29. Novembris mit vnd neben dem vorigen früe vor der Sonnen nahenddem Aequatori im Zeichen Scorpion erschienen, mit einem gelben, etwasröthlichen langen Stralen, welcher seinen lauff nach dem Zodiaco auchgegen Occident vnd dem Polo zu auffwerts nimpt: vnd ist sein Stralenden 9. Decembris über 72 grad lang, doch bleicher, wässeriger färb gesehenworden, dann er sich vom Crure Bootis Orientali biss ad pectus Yrsi er-streckt. Ynd weil er noch im esse, die Lufft aber allhie zu Lintz biss-hero stetigs trüb, vnd kein eigentliche Observation gehabt werden mögen,Als wil ich, geliebt es Gott, einandermal etwas weitleufftiger von jhmeberichten. Anjetzo hab ich diese kurtze meldung allein zu dem End allhieanhengen wollen, auff das ich erinnerung thun möchte:

I. Dass vielleicht der Worte im Prognostico nur noch zu wenig seynwerden.

II. Anlangend aber das Gewitter, solches im ersten theil nicht anderst,dann auff die ordinari Aspecte hab köndten fundirt werden, auch wann ichschon die Cometen alle drey für äugen gehabt hette, dass ich doch jhrent-halben keinen andern aussschlag mit dem Gewitter zu geben gewusst hette,dann allein diesen in genere: Dass gewisslichen in demselbigen grossevngewöhnliche Excessus folgen werden, dannenhero wir Teurung vnd Pesti-lentz zu besorgen, doch werden sich die ordinari Aspectus auff vorgezeich-nete Tage nichts desto weniger darunter melden vnd zu erkennen sein.

III. So bekrefftigen diese Cometen auch meine Vorred, in dem, dassdie Trückne vnd kleine Wasser diss gantze Herbstquartal auss gewehret,da der erst Comet schon im September vergangen gewest, da abermahl zusehen,‘dass die Natur deren beyden herzunahenden Cometen empfundengehabt.

IV. Abermal findet sich zu den Himmlischen ein Irrdische allertrau-rigste bedeutung mit Tötlichen abgang, den 14. December, der Allerdurch-leichtigsten Römischen Kayserin, Gekrönten Königin in Germanien, Hun-garn vnd Böheim, vnser Allergnädigsten Landsfürstin vnd Mutter dessVaterlands, welcher zustand andern gebührlich herauszustreichen heimge-stellet wird.

Der Allmächtige, der vns auff vielerley weise warnet, wolle mitten inseinem Zorn vnd gezuckter Rutten seiner Barmhertzigkeit eingedenk sein,vnd vns die angedrauete Straffen zur Besserung vnsers Lebens vnd Heylder Seelen gedeyen lassen, Amen. <8 )