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Responsio

(Mantice) Ausslegung der zaichen, sich wol mit leichtern Sachen zu be-tragen ge-wohnt sey, vnd diese subtile erkundigung, \va der Comet durch-geschossen , nit wol leiden möge, sie möcht sonst etwa gar zu wasserwerden. >ef

D. Röslin: Man kan soliiches alles eben so wol oder noch bessererhalten ex Tychonis sententia, das die Sonn sich bewege.

Keppler: Wann Ich D. Röslino sagte, so soll Er hingehen, vnd dentrajectum Cometae ordinatum erforschen per motum Solis : so würde Ersich entschuldigen, das Er kein Astronomus. Stehet also am Land, vndhat mir gut vorzuschreiben, wie Ich schwimmen soll. Mit dem Cometenanno 1577. ist gut ausszukomen gewest, all weil Er vnder die Sonne kom-men, vnd also vnsichtbar worden, ehe vnd dann Er einen haacken gemacht:deihalben er sich fein in einen Circulum magnum geschicket, in massenauch andere Cometen den maisten thail jhrer wehrung sich in die Circulosmagnos schicken. Sag mir aber einer ex hypothesi Tychonis, wie es zu-gehe, das auch der Coinet anno 1577. so wol als die zwen vorhabende, inloco quadrato seines Stillstandes vnd verschwindung den grössesten motumdiurnum gehabt.

Was die Planeten anlanget, sag ich schlecht Nain zu D. Röslins für-geben, Ich habs versucht.

D. Röslin: Was hat sich Kepplerus darob zu verwundern, das meinaussführung war worden, ist doch die mit guter Ordnung beschehen,- einsauss dem andern geführt: nit wie er mir solches verkehrt vnd letz ange-nommen.

Keppler: Solt ich mich nit verwundern, das es D. Röslino also ge-ruhten mit einem newen Stern auffs 1604. Jahr, vnd vielen andern Sachen:verwundert er sich doch selber im anfang seines Sendschreibens mit fol-genden Worten: Dieser newe Stern de anno 1604. mir sovil desto mehrwunderlich ist, dieweil ich allzeit vber 20 Jahr hero auss dem Stern deanno 1572. vnd des Coinetens de anno 1580. lauft', so viel verstanden, dassich in diesem Jahr etwas begeben werd, das alle wunder vbertreffen werde.

Zürnet nu D. R. vber mein verwundern, so zürne er zuvor vber dassein selbst. Er verwundert sich in comparatione suae argumentationis cumeventu sc. cum stella; Ich auch also: besehet meine wort. Ich zwar ver-wundere mich auch vber dasjenige, was D. Röslin seins gefallens selberwider zurecht gebracht. Besehet droben, wa es stehet petitio principij.Seind also diese meine wort (quo Magis illam miror) von seiner gantzenArgumentation zu verstehen: er aber wolt sich gern an den letzten thailallein halten. Doch isf auch diss in secunda parte ein sehr wunderlicherprocess: das D. Röslin zwainzig Jahr vorher vns auff das 1604. Jahr Jr-discher dingen vertröstet hat, jetzo nach dem es fürvber, redet er vonHimmlischen dingen vnd Wundern, nämlich vom Newen Sternen, heit alsoseine wort selber gleichsam für ein Oraculum wie Ich: dann solche Oraculamuss man weitlaufftig aussiegen.

Vnd weil ich nun biss an die wort komen, die D. Röslino in betrach-tung vnserer alten kundschafft am wehesten gethan: will es die not er-fordern mich zu erclären, vnd mein guten Namen in acht zu nemmen.

Danu ob wol nit olin, das ich, wie droben vermeldet, hievor D. Rös-lins discipulus in astrologia durch etliche gewechselte schreiben worden bin:so hab ich aber seithero auch andere Lehrmaister bekommen, die ich gleich