Band 
Volumen primum.
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572
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572

Tertius

stossen könne. Sonsten vnd neben dieser invention lass ichs im zweiffel:Ob nicht wahr, dass auss diesen so wenigen, nemlich nur zweyen princi-cipiis, der himmlischen Kugeln Eygenschafften eben so wenig zugeschrieben,als wenig D. Feselius auss den vier Aristotelischen Qualiteten, Hitz, Kälte,Feuchte, Trückene, aller Kräutter vnd Simplicien sonderbare idiorgomasallerdings erweisen, erzwingen vnd erörtern kan: Vnd derohalben zu glau-ben, dass in den himmlischen Kugeln so wol als in den jrrdischen Kräut-tern, einer jeden insonderheit jhre eygene forma angeschaffen seye, vonwelcher jhre gewisse proprietates in vielen vnd mancherley Vnterscheidendependirn.

Anfänglich wil ich nicht darauff dringen, dass qualitatis proprium seycontrarietas. Er möchte mir begegnen, vnd sagen: Omnis quidem con-trarietas in qualitate: at non omnis qualitatum positio admittit contrarie-tatem.

Wil mich derohalben dess praedicamenti quantitatis behelffen: Dannnicht zu läugnen, dass diese Qualiteten jhr materialisches subjectum haben,derohalben sie mögen angespannen oder nachgelassen, vermehret oder ver-mindert werden: vnd gar wol seyn könne, dass ein Planet vor dem andernan der erwärmenden oder befeuchtenden Krafft stärcker seye dann derandere.

Nun gebe ich diesem Vnterscheidt einen Eynschlag ex MetaphysicisAristotelis: welcher die allererste contrarietet setzet inter Idem et Al-terum: die rühret her von der Matery, vnd herrschet sonderlich auch inquantitatibus.

Zu wissen, ob ein Planet (weil wir jetzo angenommen, dass jhre Qua-liteten von vngleichen gradibus seyen) zu viel oder zu wenig habe, welchesbeydes alteritates seynd, so ist vounöthen zu wissen, was dann die rechteMittelmaass vnd identitas quantitativa seye. Das hat aber Gott derSchöpffer gar wol gewust, wie er nemlich die Mittelmaass, zu erbauwungvnd aussstreichung der Welt dienstlich, bestellen solle.

Wann daun die Mittelmaass furhanden, so fraget siclis, weil der Pla-neten (auss andern principiis in meinem Mysterio eyngeführet) fünff seynsollen) ob es schöner, dass sie alle einander gleich, vnd die Mittelmaasshaben sollen: oder ob ein Vnterscheidt seyn solle? Da antworte ich aussdem weisen Mann Syrach: Es ist immer zwey gegen zwey, vnd eins gegeneins: vnd hieran siebet man die W T eissheit Gottes. W T ie nun die Zierdtdieser nideren Welt bestehet in dem vnzahlbaren Vnterscheidt vnd Wider-wärtigkeit der Kräutter vnd Thiere, also ist auch von den himmlischenLiechtern viel gläublicher, dass sie mit den gradibus qualitatum vnterschei-den seyn sollen.

W'eytter fragt es sich, wann dann einem Planeten die mittelmaass derQualiteten zugelegt wirdt, ob dann die vbrige alle nur auff eine Seitten,das ist, auf!' die geringere, oder auff die mehrere Maass abweichen, odersich auff beyde Seitten ausstheilen sollen? Da wird abermal ein vernünft-tiger schliessen, dass die Mittelmaass nicht besser köndte erkläret oderherauss gestrichen werden, als wann nicht allein das wenigere, sondernauch das mehrere darneben gehalten werde. Folgt derhalben abermal, dassdie vbrige Planeten sich vmb die Mittelmaass hervmb finden, vnd zu bey-den Seiten ausstheilen sollen.

Also haben wir nun gefunden auss zweyen principiis sechs Vnter-