IV. Astrologica.
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ganz öffentlich an tag gegebenen Irrigen Wahn abmahnen, vnd hiermit mei-nen guctten Nahmen vnd Philosophische Profession in acht nemen werde, wollesolches der Gehörne mier zue kheinem vnfleiss oder Verachtung an- vnd auf-nenien, Allweill er befinden würdt, das ich sonsten in aussrechnung des The-matis, item Directionum et Revolutionum für diejenige, die den Gebornen mitihren aignen Opinionibus Astrologicis etwas mehr secundirn, vnd aber mit derWahren Rechnung nit gevolgen möchten (denselben also die notturfft zue denbegehrten Special vorsagungen, vnder die händt zuebefürdern) kheine miihenit gesparret; sowol auch des Gebornen Hail vnd Wollfarth durch andereVernünftige, aus der Natur vnd Politica hergenomene, vnd den AstrologicisSignis Generalibus zuegesellete Vermuttungen zuebefürdern, mich nach gelegen-heidt der Arbeith eusserst beflissen habe, vnd will es gleich eingangs ein Not-turfft sein, des jeztennelden Herrn von Taxis schreiben zue examiniren, vndalso das bessere vnd gewissere hinwider zueberichten.
Anfangs schreibt er de dato Wien 16. Decembr. der Gehörne habe admarginem meines vorigen Judicii ezliche Accidentia gesezet, so ilnne wider-fahren, ich auch ihme solche praedicirt, aber etwa vmb ein Jahr spätter oderfrüer geschehen, aus denselben die rechte Zeidt der Geburth vnd Minuten derStundt zue colligirn, also das Thema zucrectificirn vnd meinen Diseurs darüberdesto baass zuemaehen.
Nun ist zwar nit ohn, das mier hierraidt der rechte vnd eigendtlicheProcess fürgeschrieben wordten, welcher sonsten von allen Astrologis in Cor-rigirung der Rechten Wahren Geburdt Stundt, wo müglich, gehalten, vnd zumwenigsten erfordert würdt; welches Processes auch ich mich in abgang anderermehrer gewissheidt jezueweillen halte, dann ich befinde auch diesson Weg derNatur nit vngemäss, sofern ein Gebohrner derley Accidentia anzuezeigen, welcheeinig vnd allein aus der Natur selber verursacht werden, vnd nit etwa durchdes Gebornen Willchurliches Zuethuen befördert oder verspättet werden mögen.
Dieweill aber diss ein solcher fahl ist, welcher sich selten begibt, dannwelcher mensch ist so eingezogen, der nit alle Stundt vnd augenblickh seinerangebornen Natur vnd Leibstemperament mit vnordtenlichem Essen vnd trinckhen,mit Hiz vnd Kält, mit arbeitten, raissen, Zorn, vnd mit allerhandt Übermassen,villfältig einschlag gibet, vnd sich also an seiner gesundtheidt, oder natür-licher weisse herzue nahenden Kranckheidten hindert, oder die Zeidt dem-selben befördert, Also ist es nit allein für sich selber der Vernunfft gemäss,sondern ich hoffe auch so vill ansehens bey dem Gebornen mit meiner lang-wühriger Experienz erhalten zue haben, das er hierüber meiner, als eines altenerfahrung mehr zuelegen werde, als eines jeden jungen Studentens, oder auchalten doch auff gemeiner Junggefaster Persuasion, als gleich auf den altentrapp, vnbesonnen vnd ohnvorsichtig hinaussgehenden Practicantens blössigenJawordts vnd Vertröstung auf dasjenig, was ein Gebohrner ohne das gern hetteoder glaubet, Nemblich das dieser Weg das Thema zuecorrigirn durch Acci-dentia, als Purlautter natürlich, die doch villfältig wider vnd übernatürlichsein, je einmahl den Stich nit allemahl halten, oder den Astrologum ver-sichern khönden.
Hie will ich nun einen Puncten auss dem vorigen Judicio angreiffen,vnd nach ercklärung desselben widerumb zue Herrn von Taxis schreibenkhomen.
Dann weill der Geborne mit eigner handt verzeichnet hatt, das er Aoaetatis 22, nemblich Ao 1605 im Januario die Ungerische Kranckheidt vnd