1625. 1626.
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In summa non Germaniae tantum, sed plerarumque Europae provincia-rum perturbatione mirari noli, si etiam mea consilia editionis tabularum per-turbentur et huc usque dilata sint. Ego tam sum cupidus editionis, quamGermania pacis, nec minus operae pono in re hac; sed ultra initium non-dum processi.
Turbae seditionis rusticanae multum impedimento fuerunt exercitio astro-nomico, cum incolae Linciani primum a praesidiis providentia ducis, tandema seditiosis ipsis a dic 24. Junii includerentur. Duravit enim obsidio, in-festa lue disentcrica, incendiis, globis et mutuis assultibus et ademtione com-meatus, usque in 29. Augusti. (Ex annotatione ad Ephem. a. 1625.).
.... Dei praesidio et tutela angelorum obsidionem in 14 septimanas in-columis toleravi, nec fame afflictus sum, etsi de equina nihil degustavi. Ea mihifelicitas contigit inter raros. Cum jam languesceret obsidio, Caesaris exerci-tibus adventantibus, misi libellum supplicem in aulam, veniam itineris Ulmamet transferendi eo typi petens, qua impetrata cum uxore, liberis, libris, supel-lectilibus omnibus Novembri discessi Eincio et relicta uxore cum 3 liberisin glacie Iiatisbonae, ipse curru conducto cum typis numericis ct opere Iiu-dolphinarum veni Ulmam. (E literis ad Berneggerum datis Ulmae 8. Febr. 1627.)
.... Anni 1624 Octobri Viennam ivi, anno 1625 Januario Lincium,Aprili in Sueviam, Septembri reversus sum Lincium turbulentis temporibusob reformationem*), quam anno 1626 seditio rusticana fuit insecuta ct ob-
*) Decretum imperatoris Ferdinandi contra I.utUeri ildei addictos in archiducatuAustriae superioris datum est die 10. Oct. 1625, inscriptum: „Reformations-Patent, Exillo haec excerpsimus: Es bleibt noch allerdings bey der Aussschaffung vnd Fortweisungder Predieanten vnd vncatholischen Schuelmaister, dass sich keiner bey Vermeidung schwererLeib- vnd 1.ebensstraff im Lande weder haimblich oder öffentlich betretten lasse. Auchweil fürkorabt, dass die fürnehmen Burger vnd Ilandtwcrcksweiber haimbliche Conventiculavnd gleicher masseu verbottnes Postill lesen, Predigen vnd Vnterweisens in Glaubenssachenanstellen, das soll hiemit auch gäntzlich abgeschafft seyn. Weil der Ausslauff zu frembdenvncatholischen Predigern starck im Schwang, als solle solches allen vnd jeden gäntzlich ab-geschafft seyn, vnd wer darüber betretten, solle ernstlich gestrafft werden. Sie werden ernst-lich ermahnt, den Catholischen Gottesdienst vnd Predigt zubesucheu vnd demselben vomAnfang biss zum Ende beyzuwohnen. Es soll sich an den gebottnen Fasttiigcn männiglichdess Fleischkocheus vnd essen gäntzlich enthalten. Es würdt den bürgerlichen Magistratenin allem Ernst aufferlegt, von dato an innerhalb G Wochen zuberichten alle Burgerskinder,so der Zeit nit anhaimbs, wo dieselben anjetzo seyn, vnd da sich dieselben bey den vn-catholischen Schulen aufhielten, selbige allzugleich inner 6 Monaten abfordern vnd in einCatholisch Ort schicken sollen, bey Verlierung ihrer Erbgüter vnd gäntzlicher Entziehungderselben. Forderst würdet allen Landtleuteu, Herrn vnd Ritterstands, auch Doctoren, Ad-vocaten etc. bey hoher Straff aufferlegt, hinfüro ohne Ihrer Kays. Mtt. Vorwissen vnd Be-willigung keine Kinder zn vncatholischen Schuelen oder zu Studicrn zuverschickhen. Dem-nach J. Kays. Mtt. Intention, dass alle Inwohner in dissem Ertzherzogthumb Oesterreichob der Ennss sich zu der wahren Catholischen Religion wenden sollen, alss wird denselbenzu solcher Bekehrung zwischen Dato vnd nächstkommenden Ostern 1626 ein schliesslicherTermin hiemit peremptorie angesetzt. Gleichwohl I. K. Mtt. niemand hierzu zwingen odernötigen gedacht, sondern wer ein vermeintliche Beschwer seines Gewissens ihme selbst mo-virn, vnd sich dissfalls seiner ordentlichen Obcrkeit nicht accomodiren will, deme wird jusemigrationis inner berüerten Termin frey gelassen. Wer aber hierzwischen halsstarrig ver-bleiben, sondern fahrlässig die Termin verstreichen lassen würde, der soll das Land räumen,vnd von allem Vermögen den zehenden Pfenning bezahlen. Weilen kundtlich, dass dieLand-Offizier alle der widrigen Religion zugethan, dahero dieselben eben so wol als auderein derselben reformirt vnd corrigirt werden sollen. Dabey daun auch mehrberührte Offiziergewaruet seyn sollen, dass sich keiner weder in haimblichen noch öffentlichen Practikenbrauchen lassen. Nachdem im Land viel verbottene, gifftige vnd sectische Bücher vorhan-den, so ist hiemit allen obvermelten Personen aufferladen, bei vnnachlässlicher Straff solcheBücher inner Monats Frist denen Reformations-Commissarien einzulieffern etc.
Opera Keplerl VIII. 5g