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Joh. Ludov. Gottfridi Historische Chronica oder Beschreibung der fürnehmsten Geschichten, so sich von Anfang der Welt biss auff das Jahr Christi 1619 zugetragen : nach Ausstheilung der vier Monarchien und beygefügter Jahr-Rechnung, auffs fleissigste in Ordnung gebracht, vermehret, und in acht Theil abgetheilet: mit viel schönen Contrafäcturen und geschichtmässigen Kupffer-Stücken zur Lust und Anweisung der Historien geziehret / Johann Ludwig Gottfried [Johann Philipp Abelin]
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Aude

. mein war/ daß man ſagte: Wir han das deld/Nis ri Weißberg das Geld. Wir han das Land: Er

die Kaͤlſeriſche ſprangen ins Waſſer/ hatten ih- Hterauff zoge der Kalſer mit ſeinem Krlegs ·

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men durch/ und bekamen etliche Schiff/ ſo diehat die Schand. Saͤchſiſche an der andern Seiten gehabt hat.

Die Saͤchſiſchen aber ſind dieſes Schadens/ ten: mit ſelbigen und eilichen andern/ ſo auffwie auch die Bremer deß ihrigen zimlich wieder Wagen bey der Kaͤlſerlichen Armee waren mit,zukommen. Dann ſie in das Biſtthum Verden/ gefuͤhret worden/ ward ein Schiff Bruͤcke uberweil ſelbiger Viſchoff ihnen dieſen Krieg über die Elbe gemacht. Wie nun der Chur fuͤrſt ſahe/den Halß gezogen/ eingefallen/ aller Orten dar. daß der Kaͤlſer mit Macht auff ihn lente/ finginn/ zum Theil mi Gewalt/ zum theil dur ch U⸗ er an auff Wittenberg fortzuruͤcken. Aber derbergebung ich bemaͤchtiget/ und von den Un, Kaͤiſer/ welcher in groſſer Eyl nachfolgete/ ka-terthanen eine groſſe Summa Selos herauß me auff der dohauer Heyden etwan z Meyl vongepreſſt. Ward alſo dem unruhigen Biſchoff Wittenberg an ihn/ al ſo daß er Stand halten/mit der Maß gemeſſen/ damit er zuvor andern und ſchlagen müſſen.

re Degen uber werch in den Maͤulern/ ſchwum⸗ ANN

CHRISTI

gemeſſen hatte. i e Aber die S achen lieffen auff ſeiner Seiten EburfuͤrſtIndeſſen eylete der Kaͤlſer in Sachſen/ und ſchlecht ab/ den weil er ſeln Volck nicht alles bey Johann

nachdem Koͤntg Ferdinand und Hertzog Mo⸗ ſſich/ ſondeꝛn einen gꝛoſſen Theil deſſelben zu Witritz mit etlichem Volck bey Eger zu ihm geſtoſ⸗ tenbeꝛg ligen hatte/ veꝛlohr eꝛ bas Feld/ und wardſen/ zog er ſtracks auff den Churſuͤrſten zu/ der nach einem harten Treffen in den lincken Ba-ſein daͤger dazumal bey Meiſſen hatte: Als aber cken verwundt/ endlich mit Hetzog Ernſten vonſelbiger dieſe Ankunfft vernommen/ verlleß er Braunſchweig gefangen/ und dem Kaͤtfet uberdie Stadt/ zuͤndete die Bruͤck an/ und laͤgertef antwortet. Denſelben ſprach er zwar demuͤthigſich an die Elb/ nahe bey Muͤhlberg einem an/ abet er bekam ſchlechte Antwort/ und wardDorff/ zwiſchen Wittenberg und Torgau geleſonderlich von Koͤnig Ferdinanden hart angegen. Da hatte der Kaͤſer Sorg/ er würde ſichſ fahren/ und ihm Schuld gegeben daß er ihn umvollends mit ſeiner Armee nach Wittenberg ma⸗ Land und deut hatte bringen wolln. Es wurdchen/ da er dann/ weil ſelbige Stadt wol beveſti⸗onſten von den Saͤchſiſchen noch eine groſſe An.get/ ihme ſchwerlich etwas wuͤrde anhaben koͤn · zahl gefangen/ und entrannen kaum bey 400. ne-nen: Derhalben ehlete er auff ihn zu/ und kam] ben deß Churfürſten von Sachſen Sehn nacham vier und zwantzigſten Tag deß Aprtlen an Wittenberg. Da ward offenbahr/ daß nicht ver-die Elb. Da gieng ſobald der Handel an/ Der⸗ geblich geweſen/ was von dteſem Hochloͤblichenzog Johann Friderich hatte zwar etlich Volck] Churf. und Bekenner Chriſtt geſagt und ge.auff die andere Seit deß Waſſers gelegt/ daß ſchrieben worden/ daß er in der Gebute auf die-ſie den Kaͤiſeriſchen das Uberkommen verweh⸗ ſe Welt ein anſehenlichSreuß auff dem Ruͤckenren ſolten/ aber es mochte nichts helfen/ dann mit ſich gebracht habe.

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Tit 4 volck

Friderichwird ge-fangen.