Vorwort.
XI
schütterungen ausgesetzt ist. Wenn sie daher zweckmäfsig autgestelltwerden sollen, so müssen besondere Vorrichtungen getroffen werden,die auch besondere Kosten verursachen. Aufserdem befand sich aberaut der einen Station immer nur ein Beobachter, der während derkurzen Zeit wo überhaupt beobachtet werden kann, mit der Mes-sung der horizontalen Winkel und der Zenithdistancen so hinreichendbeschäftigt war, dafs er seine ganze Aufmerksamkeit zusammenneh-men mufste um mit dem gegenseitigen Beobachter auf der andernStation in ungestörter Verbindung zu bleiben.
Da bisher noch kein Zusammenhang zwischen den meteorolo-gischen Beobachtungen und der Strahlenbrechung nachgewiesen ist,von dem sich ein Gebrauch machen liefse, und da es überhaupt nochsehr zweifelhaft ist, ob sich je, aus Beobachtungen an den Endpunkten,die Tangenten der meilenlangen Curve der Strahlenbrechung, die aufihrem Wege allen terrestrischen Lokaleinflüssen ausgesetzt ist, werdenbestimmen lassen, so wird man zugeben müssen, dafs nur die aller-sorgfältigsten Beobachtungen, und in der Art angestellt, dafs mit jeder Ab-lesung der Zenithdistancen gleichzeitig auch eine Ablesung der meteoro-logischen Instrumente verbunden ist, einen geeigneten Beitrag zur Auflö-sung dieser schwierigen Aufgabe liefern können. Dies ist aber nur dann zuerreichen, wenn besondere Beobachter dazu angestellt werden.Hierzukömmt nun noch, dafs man selbst aus gleichzeitigen und gegenseitigenBeobachtungen nicht einmal die Brechungswinkel selbst sondern nurihre Summe kennen lernt, und daher auch nicht einmal einen direktenVersuch machen kann, um dem Zusammenhänge der irdischen Strahlen-brechung mit meteorologischen Beobachtungen auf die Spur zu kommen.
Diese Betrachtungen waren nicht geeignet ein so lebendiges
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