50 II. §. 12. Beschreibung der Instrumente und Gebrauch der Heliotropen.
§. 12. Beschreibung der Instrumente und Gebrauch der Heliotropen.
Die Messung der horizontalen Winkel ist, mit Ausnahme der StationLübeck, ausschliefslich mit demselben Ertelschen Theodoliten ausgeführt wor-den, den Bessel in der Gradmessung in OstpreuTsen beschrieben hat.
Der Azimuthaikreis desselben hat 15 Preul’s. Zoll Durchmesser; dasBeobacbtungsrohr der Alhidade ist 19 Zoll lang, hat 21 Linien Öffnung undträgt an einem Ende seiner horizontalen Axe einen 7^zölligen Höhenkreis,dessen 4 Nonien unmittelbar 4 Sec. angeben. Die 4 Nonien des Azimuthai-kreises geben 2 Sec. an. Das Fernrohr hat in seinem Brennpunkt, in verti-kaler und horizontaler Richtung, je zwei Parallelladen, die etwa 22 Sec. voneinander entfernt sind. Die Höhe der Axe des Fernrohrs über dem Horizon-talkreise beträgt 10 Zoll; die Höhe derselben über dem Fufs des Instrumentsist, je nachdem die Fufsschrauben mehr oder weniger herausgeschraubt sind,veränderlich, und beträgt gewöhnlich zwischen 16^ bis 17^. Zoll.
Das Instrument ist zum Multipliciren der Winkel eingerichtet, eskann daher die Alhidade nebst dem Fernrohr entweder für sich allein, oderauch mit dem äufseren Kreise zusammen bewegt werden. Die Axe des Fern-rohrs wird durch eine aufzusetzende Wasserwage, an der jeder Theilstrich3,"065 beträgt, horizontal gestellt. Ein Theilstrich der Wasserwage am Hö-henkreise ist gleich 4,"76. Die vortreffliche Construction dieses Instruments,die sich auch bei den späteren Veränderungen desselben vollständig bewährthat, verdanken wir dem Herrn Conferenzrath Schumacher.
Nach Beendigung der Gradmessung in Ostpreufsen und des Nivelle-ments zur Bestimmung der Höhe von Berlin über der Ostsee, *) hatte dieTheilung des Horizontalkreises durch den Transport an einigen Stellen sehrgelitten; er wurde daher vor dem Beginn der neuen Vermessung im Wintervon 18J4 von Pistor neu getheilt.
Bei dem Anschlufs an die Dänischen Messungen, im Herbst 1839, woSchumacher mit mir auf der Station Hiddensoe die Anschlufswinkel gemein-schaftlich beobachtete, fand sich Gelegenheit, die Mikrometer-Ablesungen desihm gehörigen Repsoldschen Theodoliten mit den Nonien des Ertelschen zu
*) Beide Werke sind in Berlin bei Dümmler erschienen.