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Die Küstenvermessung und ihre Verbindung mit der Berliner Grundlinie / ausgeführt von der trigonometrischen Abtheilung des Generalstabes ; hrsg. von J. J. Baeyer
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II. §. 12. Beschreibung der Instrumente und Gebrauch der Heliotropen. 53

der Schatten hingerichtet ist. Wird daher der Schatten stets über dem Fa-denkreuz erhalten, so wird der Beobachter auf der Station, nach welcher derHeliotrop die Richtung hat, auch beständig Licht sehen.

Anstatt der wagerechten, auf einem vertikalen Zapfen stehenden Hülse dkann auch die mit einem ähnlichen Zapfen versehene Messingplatte mn in deingesetzt werden, so dafs die Fläche mn senkrecht zu der Linie AB ist.ln der Mitte dieser Platte, die etwas breiter als der Spiegel in b sein mufs,befindet sich ein vertikaler, 4 bis 1 Zoll breiter Einschnitt, der bei q einFadenkreuz, und um dasselbe eine senkrecht gegen die Fläche mn stehende,etwa 1 Zoll lange Röhre trägt. In der Seitenansicht der Platte uv ist mdiese Röhre.

Sobald der Heliotrop so gestellt ist, dafs Ocular und Fadenkreuz sichin der Richtung nach dem Object befinden, nach welchem geleuchtet werdensoll, wird eine Glasplatte rs, die in der Mitte mit einem etwa \ Zoll breitenStreifen von weifsem Papier beklebt ist, in den Einschnitt op geschoben, sodafs der Papierstreifen sich hinter dem Fadenkreuz befindet. Wird jetzt derSpiegel b so gedreht, dafs der runde Schatten vom Mittelpunkt auf das Fa-denkreuz fällt, so erhält das Object, nach der Farbe des Glases, ein grünes,rothes u. s. w. Licht.

Diese Vorrichtung giebt bei kleineren Entfernungen ein angenehmesLicht, und kann bis zu Entfernungen von 3 bis 4 Meilen mit Vortheil ge-braucht werden.