mit Versuchen zur Bestätigung-.derselben-!. 15
mit der Sdul'e beynah eine Stunde, bis eine schwarze Wolke,welche vom. Scheitel herkam, sie deckte *).
Cassini sah den 3i sten Jänner 1693. bey Aufgang der Sonne,.,ein dem von Jiothmann beobachteten ganz ähnliches Phänomenvon zvrey. vertikalen Nebensonnen, ebenfalls mit zwey weit aus-gedehnten von den Nebensonnen ausgehenden Lichtströmen.Der Himmel war gegen Morgen bedeckt. Nach der deutlichenZeichnung zu urtheilen, berührten sich die drey Sonnen nichtganz. Er führt noch ähnliche Erscheinungen von anderen Beob-achtern an **).
Malezieu beobachtete bey Untergang der Sonne drey Sonueitvertikal übereinander, die sich genau berührten ***).
Unvollkommene Phänomene dieser Art sind die sogenanntenFeuer- oder Lichtsäulen, welche vertikal von der auf- oderuntergehenden Sonne ausgehen, sich oft bis in eine bedeutendeHöhe ausdehnen, und nicht seilen gesehen werden.
Die Höfe kleiner Art sind nicht so selten, als die grofserArt; doch sind bey ihnen die Farben nicht immer deutlich, undsie bilden m diesem Falle nur einen hellen Schein um die Sonneoder deu Mond; mich sind die Farben, da sie immer zunächstum die leuchtende Fläche gesehen werden, schwerer zu unter-scheiden. Der Himmel ist auch hey diesen Höfen gewöhnlichleicht mit Dünsten belegt.
Im ,1 uuius 1692 beobachtete Newton , als er das Sonnenbildvon dev ruhigen Fläche eines in einem Gefäfse befindlichen Was-sers reflektiren liefs, drey farbige Höfe um die Sonne, wie dreykleine konzentrische Regenbogen. Die Farben des ersten zu-nächst der Sonne waren nach innen blau, nach aufsen roih, und
*) Hugenii opera reliqua V. II. p. 48.
**) Memoires de l’Acad. roy. T. X. p. 159.
¥, ' ( ) Histoire de l’Acad. roy. 1722. pag. 13.