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angewandt werden, nach welcher sie durch einen leicht zu be-wegenden Apparat jedesmal in kurzer Zeit mit hinreichender Ge-nauigkeit ausgeführt werden kann. Eine solche Methode ist in derGradmessung in den russischen Ostseeprovinzen Bd. II. p. 7 ange-deutet und wiederholt angewendet worden, namentlich bei derHülfstrianguürung in Hochland p. 238. Sie besteht darin, dass überder ganzen zu messenden Linie eine Schnur von hinreichenderStärke über Stäbe, die etwa 100 Fuss von einander abstehen, aus-gespannt und an den Enden stark in der Erde befestigt wird, längswelcher Schnur die eigentliche Messung mit einer hölzernen Mess-stange ausgeführt werden muss. Die Uebergänge der Schnur überdie Stäbe liegen alle durch Einvisirung in einer graden Linie undbei ebenem Boden in bequemer Höhe von 4 Fuss. Die Senkungender Schnur zwischen den Stäben werden an einem Zollstock ge-messen und ihr sehr geringer Einfluss in Rechnung gebracht. Zureigentlichen Messung diente eine mit Oelfarbe überzogene Stange,auf welcher die Länge von 2 Saschen = 14 Fuss durch Stricheauf Messingplatlen verzeichnet wurde, abgetragen mit dem Stangen-zirkel vom Normalmaass. Indem die Messstange an die Schnurgehalten wird, ohne diese aus ihrer Lage zu bringen, ist es mög-lich, die Länge von 2 Saschen durch feine, mit dem Federmessergezogene Striche von der Stange auf die Schnur zu übertragen.Wie verfahren werden muss, um bei dieser fortgesetzten Ueber-tragung eine grosse Genauigkeit der Messung zu erhalten, gibtdie Erfahrung bald an, und zugleich gewinnt man die Ueberzeugung,dass man auf diese Weise eine Linie mit einer Genauigkeit von2 ö¥öu '»essen kann und zwar so rasch, dass, wenn die Schnurschon ausgespannt ist, die 1400 Fuss in ungefähr einer halbenStunde gemessen werden.