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Ast ziehe, so breche er da, wo er vorn Hagel hart ge-troffen worden. Man kennt Hagelwetter, die den Bäumenso empfindlich geworden, daß man die Narben, wo dieSchlossen die Rinde abgeschlagen, nach zwanzig, bisdreißig Jahren noch sehen konnte; aber noch mehr: esgehen, wie bei dem Gewitter gezeigt worden, das am14. Juni 1861 über Luzern ging, oft viele hundertBäume zu Grunde, noch eine weit größere Zahl, diesich nur kümmerlich wieder erholt. So möchte ichsagen, daß der Hagel einen Schaden verursacht, der insehr vielen Fällen unberechenbar ist.
Vierunddrcißigster Brief.
Schaden -es Hagels im Vergleich zu dem durchandere Naturerscheinungen veranlaßten.
Es sind Gegenden immer übel daran, wenn sie vomHagel heimgesucht werden, und wie sehr man die Hagel-wetter fürchtet, zeigt die Annahme des Hagelfeiertagsam 26. Juni; ja er wirkt so sehr und nachhaltig aufeine Bevölkerung, die von ihm betroffen worden, daßdie Leute noch lange erschrecken, so oft sie ein Gewitteraufsteigen sehen und donnern hören, eine Wirkunghervorbringen, wie das Erdbeben im Wallis im Jahre1856, wo es nach zwei und drei Jahren noch Leutegenug gab, die aus den Bettern sprangen, wenn siedurch nächtlichen Donner aus dem Schlafe aufgeweckt