Der Mensch im Staate. Religion.
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Bildung werden im Allgemeinen durch drei Hauptnahrungszweige derErdbewohner bezeichnet: u. Jagd und Fischerei, b. Viehzucht.«. Ackerbau. Jager und Fischecvölker stehen auf der niedrigstenStufe, verfertigen nur die nothwendigsten Geräthe, leben in elendenHütten, kleiden sich in Felle, nähren sich von Fischen und Wild,kennen höchstens Tauschhandel und erheben sich mit ihren Ideen vonGott und dem menschlichen Geiste wenig über das Sinnliche. Wildein Amerika und N. Asien. Ihre Wohnplatze sind wald - und wasser-reiche Länder, oder die Küsten der kalten Zonen. Von Viehzucht lebenhauptsächlich die Nomaden in den Ebenen milderer Klimate, die ihrerDürre wegen zum Ackerbau nicht passend sind. Sie kennen schonHandwerke, weben, bereiten Leder, bearbeiten Metall, treiben ordent-lichen Handel mit Münzen, haben aber keine festen Wohnplatze, son-dern ziehen mit ihren Heerden umher und leben unter Zelten, sindmit Schrift nicht unbekannt und haben ein geordnetes Rcligivnssystcm;Mongolen, Mauren. Die fruchtbareren Gegenden hat der Ackerbauerinnc. Ackerbau enthält die Möglichkeit und die einzige Bedin-gung höherer Bildung, bringt sie aber nicht nothwendig hervor;denn viele ackerbauende Völker stehen in der Cultur nicht höher als derJäger und der Fischer; Neger und Australier. Nur ackerbauendeVölker haben Handwerke, Künste und Wissenschaften genährt und ver-vollkommnet. Jäger und Fischer leben in einzelnen Familien oderStämmen zusammen, ohne eigentliches Oberhaupt, ohne ordentliche Ge-setze; der Nomade kennt zum Theil schon Gesetze, und des StammesÄltester ist oberster Richter und Anführer (patriarchalische Verfassung),oder er gehorcht auch schon einer Regentenfamilie. Staaten mitgeordneter Verfassung finden sich aber nur unter ackerbauenden Natio-nen. Die älteste und natürlichste Verfassung eines Staates scheint diegemäßigte Monarchie, ausgeartet einer Seits in Despotie,die Asien und Afrika eigen ist, anderer Seits in reine Demokratie,die aber nur in sehr kleinen Staaten lange ohne Einmischung vonAristokratie blieb und gewöhnlich zu der Monarchie zurückkehrte.Nur wo Europäer Staaten gründeten, hat man den Grundsatz herr-schend gemacht: der Regent des Landes ist nicht Zweck desStaates; daher nur hier Landstände als Volksvertreter ge-gen Fürsten- und Ministerdespotismus. Amerikas jung auf-blühende Staaten haben sich mit Ausnahme Brasiliens für republi-kanische Verfassung erklärt, wie fast alle auS schmachvoller Knechtschaftsich selbst errettenden Völker. Australien erwartet und bedarf nochEuropäische Vormundschaft und Unterricht. — Das äußere Ansetzneines Staates beruht größtentheils auf der Menge seiner Mitglieder.Deshalb und weil für die Verwaltung eines geordneten Staates dieKenntniß der Einwohnerzahl von einzelnen Örtern und Provinzen höchstwichtig ist, hat man durch verschiedene Mittel die Summe aller Staats-bürger zu erforschen gesucht. Am sichersten erfährt man sie durch un-mittelbare Zählung; leichter, aber nicht so genau, durch Berechnungnach der Zahl der Geborenen und Gestorbenen. Nicht in allen Staa-ten, noch weniger bei roheren Völkern kennt man die Zahl der Men-schen, daher auch die Angaben über die Bevölkerung der Erde höchst