Band 
Erster Theil.
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122
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122 Deutschland.

fen 1408 an die Grafen von MZrs lind bei deren Erlöschen 1527 an dasHauS Nassau Saarbrück fiel.

7) Zu den Besitzungen der Grafen von Sickingen gehörte die StadtLandstuhl, ivvo E. Ruinen einer alten Burg, auf welcher der bekannteFranz von Sickingen während einer Belagerung (1523) verwundet starb.Sei» Grab ist in der katholischen Kirche. In der Nähe Harz- und Pott-aschsicdereien. Torfgräberei.

8) Grafschaft Leiningcn. — Grünstadt, 330V §. Weinbau, Gerberei.Ehemalige Residenz der Grafen v. Leiningen westerburg. Maler Holbei»hier geboren 1495 (1498). — Alt Leiningen, Dorf. Eisenwerke. Trümmerder Burg gl. N. — Oürkheim an der Hardt und der Isenach, 600V E.Viele Eisenarbeitcn. Ruinen der Abtei Limburg. Salzwerk.

S) Herrschaft Bliescastel mit der Stadt gl. N., 1800 E- Schloß, vonden Franzosen zerstört, ehemals Residenz der Grafen von Leycn. Siegder Franzosen über die Preußen 1793.

10) Die Grafschaft Hanau Lichtenberg. Die alten Besitzer derHerrschaft Lichtenberg starben 1480 aus; durch Erbschaft fiel ihr Gebietan die Grafen von Hanau und nach deren Erlöschen 1738 a» die Land-grafen von Hessen Oarmstadt, die es bis zum Lüncvillcr Frieden besaßen,ch pirmascnz, 5000 E. Gut gcbauctc Stadt mit schönen Plätzen. Schloß,einst Residenz der Landgrafen, berühmtes Epercierhans, jetzt katholischeKirche, schöne Cascriie. Sieg der Preußen über die Franzosen 1794, 14.Septbr. Bei dem Dorfe Schönau wichtige Eisenwerke.

11) Die Grafschaft Falkenstcin am Douiicrsbcrge, die einem altenschon im XV. Jahrh, ausgcstorbcneii Geschlechte gehörte, 1579 an die Gra-fen von Dhaun, 1724 an das Haus Lothringen und Österreich fiel. —Winnweiler a. d. Alsenz, 1000 E. Flecken; Weinbau, Eisenwerke. Diealte Burg Falkenstein beim Flecken gl. N.

3. Königreich Würtemberg.

Wüctemberg — 360 Q. M. ist ein Gebirgsland, hat wenigeFlächen, aber in O- bedeutende Hochebenen. Das Thal des Neckartrennt den in W. belegencn Schwarzwald von der in O. befindlichenRauhen Alp; die Donau scheidet diese von dem Gebiete der Al-pen, die als niedrige Bergzüge von Tirol und Bessern hierher strei-chen. Der Schwarzwald (vergl. Baden) gehört nur mit seinemöstlichen Abhänge hierher, der sich sanft ins Neckarthal senkt, Hochebe-nen (bis 2000 F. hoch) bildet, und in einzelnen Gipfeln sich noch bis3000F. (der Katzenkopf — 3600, der Roßbühl — 2900 F.)erhebt. Er scheidet Rhein und Neckar. Der Rauhe Alp gehört fastganz hierher. Dies Kalkgebirge ist eigentlich eine Fortsetzung desSchweizer Jura, der sich in niedrigem Auge zwischen Basel und Schaff-hausen über den Rhein erstreckt und durch Hohcnzollern als Wasser-scheide der Donau und des Neckar etwa 4M. breit, 20 M. lang bis