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Deutschland.
der größte Theil durch Verkauf oder Verpfändung an Sachsen, einTheil (Hof) an die Burggrafen von Nürnberg überging. Heinrich'sHI.Söhne stifteten 4 Linien, welche schon 1550 bis auf die Plauenscheausgestorben waren. Heinrich der Jüngere (P1298), der Stifterdieser Linie, erhielt zuerst den Beinamen Reuß. Von Heinrich's IV.(1-1535) Söhnen stammt die noch jetzt blühende ältere und jün-gere Linie. Jene wurde 1778 in den Reichsfürstenstand erhoben.Die jüngere gräfliche Linie theilte sich in die Geraische (1802ausgestorben), die Schlei; ische und Lobensteinische (1824 ineinem Zweige ausgestorben), welche letztere 1790, so wie 1806 alle,den Fürsten titel erhielten. Alle führen seit 8 Jahrhunderten denNamen Heinrich, den jede Hauptlinie für sich zählt. Die jüngereLinie hat mit dem neuen Jahrhunderte wieder von Eins angefangen.Landstände sind von Alters her für alle Linien gemeinschaftlich. HöchsteJustizbehörde ist das Oberappellationsgericht in Jena.
I. Reuß ältere Linie -- 6^ Q-M. 25,500 E.
Fürst Heinrich XIX., geb. 1790, reg. seit 1817.
Greiz au der Elster, 6500 E. Zwei Schlosser, eins auf hohem Berge,außerdem in einem Parke das Sommcrpalais. Sitz der Regierung, die zu-gleich Justizbehörde ist, des Cousistvriunis und der Kammer. Prediger- undSchullchrerscminar, Gymnasium. Woll- und Banmwollwcbcrei. — Zeulen-rode, 4500 E. Regelmäßig gebauet. Wichtige Strumpf- und Wollweberei.— Burgk, ISO E. Schloß. Eiscnfabrik und die Eisenwerke Burgkhainmer.Ruine Walsburg. — Fraureuth, Dorf, Bauinwollspinncrci.
II. Reuß jüngere Linie — 21 Q. M. 59,500 E.
1) Reuß Schlei;— 6 Q.M. 18,500 E. Fürst HeinrichI,XII., geb. 1785, reg. seit 1818.
Schlei; an der Wiesenthal. 4800 E. Rcsideuzschloß und die Luiscnburg.Sitz der Regierungsbehörden. Gymnasium, Waisenhaus. Woll- und Baum-wollweberei. — Tanna, 1300 E. — Rirchkau, Schloß und Waisenhaus.Die Nebenlinie zu Röstriy, Fürst Heinrich L.X1V., besitzt das Amt Rei-chenfels, wo der Flecken Markt Hohcnleuben, 1900 §. Schloß, in welchen!die Versammlungen und Sammlungen des Voigtländischcn uaturforschcndcnVcrcinS sind, und das Dorf Langcnwcyendorf, 1500 E. Beide Örtertreiben Woll- und Baumwollweberci.
2) Reuß Lobenstein Ebersdorf — 7FQ.M. 16,000 E.Fürst H e i n r i ch I-XXII., geb. 1797, reg. in Ebersdorf seit 1822,in Lobenstein seit 1824.
Lobenstein an der Lemnitz, 3000 §. Schloß. Stadtbiblivthek. StarkeBaumwoll- und Tuchweberei, Gerberei. Ruine der Burg Lobenstein.Zahlreiche Eisenhütten in der Umgegend. Das Vitrivlwerk Lhristians-glück, das Alaunwerk pottiga. Pottaschsicdercicn der Gegend. Bei Gruni-bach unweit der Quellen der Sormitz und Rvdach das kleine LustschloßRarolinengrün. Hirschberg an der Saale im schönen Thale unter dem