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Erster Theil.
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Deutschland.

land der Kasselschen Linie. Sie liegt an der Weser, Werra,Fulda, Diemel, Eder und Schwalm und enthält den Kau-funger-, Sö'er-, Reinhards- und Habichtswald, den Meiß-ner mit dem Hundsrück und den Langenbcrg. Eintheilung in8 Kreise.

Hauptstadt des Landes ch Rassel*) (480 F.) mit 27,5g» E. Die Fulda,über welche eine schöne 273 F. lange Brücke führt, theilt sie i» zwei un-gleiche Theile, die tiefer bclcgcne Altstadt am linken Ufer, und die Gber-und Unterncustadt; außerdem sind noch die wilhelmshöher und Leipzi-ger Vorstadt. Kassel gehört durch die neueren Theile der Stadt, welchebesonders seit der Abtragung der Festungswerke (4767 bis 1774) entstan-den sind, die regelmäßige breite Straßen, große Plätze und herrliche öffent-liche und Privatgebäude enthalten, zu den ausgezeichnetsten Städten Deutsch-lands. In der Obcrneustadt, (zuerst für die am Ende des XVII. Jahrh,geflüchtctcn reformirtcn Franzosen angelegt und daher sonst auch Franzö-sische Neustadt genannt; noch zeigt man das 4688 zuerst gebauete Haus)bemerken wir den lOOO F. langen und 450 F. breiten Friedrichsplatz, audrei Seiten von Baumrcihen, an der vierten von, Schlosse, dem 29ü F.lange» Museum und der zwar kleinen, aber sehr geschmackvollen katholi-schen Rieche umgeben, mit dem 45 F. hohen Marmorbilde des LandgrafenFriedrich II. (j-1785) geschmückt. Durch die S»F. breite Bellevucstraße,die eine besonders schöne ins Freie gehende Aussicht hat, steht mit diesemPlatze das Schloß Dellcvue, mit seinem großen Garten am Fricdrichsthore,in Verbindung. Die Frankfurter Straße führt zu dem Gallerte Palais.Ferner liegt in der Obcrneustadt der Rarlsplay mit dem 9 F. hohen Mar-mvrbilde des Landgrafen Karl (st-4730), nicht weit davon an der Karls-straße die Münze und am Wilhelmsplatze das Rathhaus und FranzösischeHospital. Der runde Rönigsplay, 456 F. im Durchmesser, in dessen Mit-telpunkt man ein mehrfaches Echo vernimmt, und an dem das Ministerial-gebäude (ehemals Hessen Rvthcnburgischcs Palais) liegt; die 5100 F. lange,60 F. breite Rönigsstraße, an welcher das 300 F. lange Nleßhaus, dasSchauspielhaus, das kurfürstliche Palais, das Palais des Rriegsdepar-temcnts des Landgrafen Friedrich, u. a., auch das Lyccalgebäude sich aus-zeichnen. Nicht weit davon das schöne wilhelmshöher Thor und dersechseckige Wilhelmshöher Platz, mit Rasen bedeckt und von Akazien um-geben, mit dem Fürstenhause; Archiv. In der Altstadt ist das 1845 ge-gründete, aber noch unvollendete künftige Residenzschloß, die Rattenburg,550 F. lang, 402 F. breit, das prachtvollste Gebäude der Stadt, das mit84 Säulen geschmückt werden soll; das über 328 F. lange Zeughaus undder Marstall, die großen Laserncn am Casernenplatzc, welche über 2000Mann aufnehmen können, das Gebäude der Finanzkanuucr (ehemals Cadct-tenhaus), der alte Lollegienhof (Sitzungsgebäudc des Oberappellationsge-richts, der Regierung u. a. Behörden), der neue Lollegienhof, das La-

Die mit ch bezeichneten Städte sind KreiShauptörter.

betten-