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Deutschland.
den Reichsgerichten gehabt, wenn gleich Josef I. 1708 dasselbe demSchutze, den Gerichten und Steuern desselben unterwarf. Preußenhat diese Verhältnisse nie anerkannt, das Deutsche Reich aber seineRechte 1751 ausdrücklich vorbehalten. Schlesien berührt in seinersüdlichen Hochebene den Fuß der Karpatcn. An der oberen Odererheben sich die Sudeten, die unter verschiedenen Namen bis zurLausitzer Neiße sich ausdehnen. Sie beginnen in der Obcrlausitz mitdem Lausitzer Gebirge oder dem Wvhlischen Kamm, wohindie 1300 F. hohe Landskrone bei Görlih gehört, schließen sich süd-licher an das Jserg ebirg e, welches in das Ricsengebirge über-geht. Dann folgt das 2300 F. hohe Hochwaldgebirgc und zwi-schen der Neiße und Weistriz das Eulen-, Habelsch werdter-und Mensegebirge. Am S. Ufer der Neiße steigt man zumSehne egebirge hinan, welches in das Österreichische Gebiet über-geht und sich an das Gesenke anschließt. Die Quellen des Bo-ber bilden einen Hauptabschnitt im Riesengcbirge zwischen Trauten«»in Böhmen und Landshut. Nördlich von diesem liegen die höchstenGipfel des Gebirges, die Schncckuppe — 5000 F., Sturmhau-be ---- 4500 F., das Große Rad — 4650 F., Heuscheucr ---2800 F., alle bis zur Spitze von einer Menge Granittrümmer bedecktund meistcnthcils gut bewaldet. Im Jserg cb ir ge die Tafelsichte— 3500 F.; im Eulcngcbirge die Hohe Eule — 3100 F.; ander Österreichischen Gränze der Glatzer oder Grulicher Schnee-berg — 4300 F. Ziemlich getrennt in der Ebene liegt der 2200 F.hohe Zobtenberg. Das ganze Gebiet bietet, obgleich es sich in An-sehung der Hohe nicht mit den Alpen vergleichen läßt und weder ewigenSchnee, noch Gletscher enthält, dennoch in den höher» Gegenden einehöchst wilde Natur mit mächtig zerrissenen Felsen, nackten zertrümmer-ten Gipfeln, und unersteigbaren Wänden, tiefen Abgründen, tobendenWasserfallen und kahlen Einöden dar, hat aber auch romantische Thä-ler, schön bewaldete Abhänge und Bergwciden, und von den Höheneine herrliche Aussicht über die Fluren zweier fruchtbarer Provinzen.Es besteht aus Granit, Gneis, Glimmerschiefer, Sandstein, Porfyr,Kalk. Auf dem Gebirge finden sich zahlreiche Alpenpflanzen, Islän-disches Moos, und in einer Höhe von 3500 F. das sogenannte Knie-holz in großer Menge. Nadelwälder sind besonders auf dem Schncc-und Mensegebirge. Vom Octbr. bis Jun. bedeckt tiefer Schnee dieGipfel. Reißende Thiere finden sich im ganzen Gebirge nicht; 1726wurde der letzte Bär getödtet. Vom Gebirge an geht der Boden schnellzur Ebene über und bildet das Odergcbict, zu welchem mit geringerAusnahme das ganze Land gehört. Die Oder entspringt auf denÖsterreichischen Sudeten bei Hof, nimmt die Oppa und Olsa (dieQuellen letzterer sind nahe am Ursprünge der Waag und Weichsel aufdem Jablungkagcbirge) an der Gränze auf, wird schon bei Ratiborfür Kähne, bei Oppcln für größere Fahrzeuge schiffbar, aber nur bisBreslau von größeren Schiffen befahren, da diese der engen Schleusenwegen nicht höher stromaufwärts gehen können, und durch die Neiße,Ohlau, Weistriz, Katzbach, den Bober mit dem Queiß unddie Görlitzer Neiße (letztere beide in der Ncumark) in W-, durch