Band 
Erster Theil.
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268
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268 Deutschland.

Tabacksbau. — Die alten Burgruine» des N-rvensbcrges bei Ruhof.

e) Zum Disthum Osnabrück gehörte ehemals das Amt Reckenberg,jetzt der Kreis Iviedcnbrück mit der Stadt gl. N. au der Eins, 2000 E-Ackerbau.

1) Standesherrschaftcn: -ra) das vbengenanute Fürstenthnm Rorvci.

bb) Die Grafschaft Rietbcrg — 4 Q. M. Nach Aussterbcu der

Grafen von Rietbcrg (1552) erbte die Grafschaft auf deren weibliche Nach-kommen fort und kam 1692 an das damals gräflich Raunitz'sche Haus,welches sie als mediatisirte Standesherrschaft 1822 verkaufte; 1823 kam siean die Krone. Schloß Launig; Rietbcrg an der Ems, im Kreise Wie-denbrück, I5VV E. Starke Leiiicwandwcberci und Garnspinnecci in der gan-zen Gegend, Bleichen.

cc) Herrschaft Rhcda — 1H Q.M. des Fürsten von Bentheim Meck-lenburg, mit der Stadt gl. N. im Kreise Wicdcnbrück, 17VV E. Schlvsi.Ausgezeichnet durch das feinste Garn, welches sogar in Brabant zu Spitze»verarbeitet wird. Der Flecken Güteroloh, 1860 E. Lciucwandhandcl.

2) Regierungsbezirk Münster — 132 Q.M. 400,066 E., unter denen36,000 Protestanten, 2700 Juden, in 10 Kreisen.

s) Fürstcnthum Münster. Dies ehemalige Bisthum ward 1801 sacu-larisirt und 1803 Preußen zugetheilt, war aber von 1808 bis 1813 eineProvinz des Großhcrzvgthumö Berg, zum Theil seit 1810 des FranzösischenReichs. Andere Theile des alten BisthumS sind Hannoverisch, Oldenbur-gisch, oder Preußische Staudeshcrrschastcn (vergl. unten). — s Münsteran der Aa, 22,500E-, eine der schönsten Städte Westfalens. Schöner Domund die durch ihren Bau ausgezeichnete Lambcrtuskirche, an deren Thurmdrei eiserne Käfige, mit den Gebeinen der drei Hauptaufrührer im Wieder-täiiferkriege (1533) hangen; und die merkwürdige Ludgerikirche; das Schloßmit schönen Gartenanlagen, das Rathhaus, in welche», der WestfälischeFriede, 1648, 24. Octbr. geschloffen wurde. Auf dem Congrcßsaale sinddie Bildnisse aller dabei anwesenden Gesandten. Mehre große Palläste, un-ter denen der Rombergcr Hof ganz von Quadern und sehr geschmackvoll.Sitz des Oberpräsidenten, eines katholischen Bischofs; Regierung, Ober-landesgericht, Domkapitel und mehre Stifter. Die 1631 gestiftete Universi-tät ist 1818 auf die katholisch theologische und philosophische Facuitat be-schränkt, katholisches Predigerseminarium und Gymnasium mit großer Bi-bliothek, botanischer Garten, Zcichcnschule, Taubstummenanstalt, Thierarznei-und Handwerksschule. Straf- und Besserungsanstalt. Bedeutender Leine-wandhandcl und verschiedene Fabriken. — Tclget au der Ems, 2000 E.Wollweberei. Wallfahrten zu dem hiesigen Maricnbilde. — Ivolbeck a. d.Angel, 1050 E. — Greven an der hier schiffbaren Ems, IIOO E. Spedi-tion. — s Beckuni, 200» E. Cssigfabrik. — Ahlen a. d. Werfe, 2600 E.Weberei, Ölbcreitung. — Ölde. 1500 E. Brantwcinbrcnnerci und Stein-brüche. — s Lüdinghausen, 1550 E. Verfertigung von Hvlzschuhc», dieim ganzen Lande sehr verbreitet sind. Eben so in wernc, 1750 E., undOlfen, 1160 E., und Orcnstcinsurt, 1150E. Weberei. — s lvarendorf