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Erster Theil.
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281
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Preußen. Niederrhein- 281

Art am Strunberbach. — Denoberg, königliches Schloß auf bewaldeterHöhe mit herrlicher Aussicht über die blühende Umgegend. Neben demneuen vor 100 Jahren im Italienischen Stile crbaueten Schlosse ist »ochdas ältere. — Dorf Ounwald mit chemischen Fabriken. — ch wippcrfurta. d. Wipper, 1300 E. Tuch-, Leder- »nd Hutfabrik. Kupferbergwerk. -5 Sicgburg a. d. Sieg, 2500 E. Schiillehrerseminar, Irrenanstalt in derehemaligen Abtei. Leder- und Tabacksfabrik. Papiermühle, Schifffahrt.Weinbau bei Honnef. Eisenhammer in Friedrichothal. Ruinen des Klo-sters Heisterbach. — ch Gummersbach, 600 E- Woll- und Banmwollwebe-rei. Bleigruben, Eisenhandcl.Schloß Gimborn in der HerrschaftGimborn — 5Q.M. 15,000 E-, ehemals den Fürsten von Schwarzcil-bcrg, seit 1782 den Grasen von Wallmodcn gehörig, der sie 1818 an dieKrone abgetreten hat. — Neustadt unweit der Aggcr, 600 E- Baumwoll-nnd Stahlfabrik.

0) Gtandesherrschast Homburg des Fürsten von Sain IvittgciisteinDcrleburg mit dem Schlosse Homburg.

VII. Großherzogthum Niederrhein.

Es besteht aus Theilen desErzbisthums Köln, HerzogthumSI ülich,ErzbisthumsTrier, der Pfalz, der GrafschaftSaar-brück u. a. kleinen Provinzen und Reichsstädten. Alle, mit Ausnahmeder am rechten Rheinufcr bclegencn, gehörten von 1801—1814 zumFranzösischen Reiche, — 307 Q. M. 1,170,000 E. Die ganze Provinzist Hochland; nur die N. Spitze fällt allmählig zum NiederländischDeutschen Flachlande ab. Die Thäler des Rheins und der Moseltrennen das Land in drei natürliche Abtheilungen, a) Nördlich vonder Mosel ist die Eifel, welche die Wasserscheide zwischen Rhein,Mosel und Maas bildet, ein ödes, unfruchtbares, kalk-, schiefer- undbasaltreiches Hochland, welches bis nach Bonn sich erstreckt, aber zwi-schen Andcrnach und Einzig steil zum Rhein hinabsinkt, voll todtervulkanischer Krater (27), zum Theil mit Wasser gefüllt (Maare),wie die Seen bei Laach, Ulmen, Daun (2), Gillenfeld (2), Udersdorf (3),der 500 F. tiefe Tbalkessel, in welchem daö Dorf Jmmerath liegt,schwach bewaldet, sandige und morastige Hochebene, hier und dort mitTraß und Bimstein bedeckt (bei Mayen); das Lavafcld vom LaacherSee bis zur Nette, 1 Stunde lang, H Stunde breit; voll wilder Bergeund Thaler: die Hochacht (Basaltberg) bei Kaleborn — 2200 F.,die Schneifel im Kreise Prüm — 2100 F., der Ahremberg--- IS00F-, der Ernstberg bei Dockweilcr — 2100F., der Gold-berg bei Ücmund. Auf der Eifel sind die Quellen der Erst, Ahrund Nette (Rheinflüsse), der Ur (Our, welche in die Sauer oderSure fließt und mit dieser die Gränze gegen Luxemburg macht),Prüm, Kyl (Kill) und Lieser (Moselflüssc). Fortsetzung der Ei-fel in NW. ist das hohe Been (InnAeH, zwischen Malmedy, Eu-pen, Montjoie und Prüm, eine 2150 F. hohe Hochebene, sanft sich er-hebend, ohne Bcrgkuppcn, aber unfruchtbar, zum Theil wahre Einöde,Torfmoor, ohne Baum und Strauch, mit rauher Lust, häufig in Ne-