Band 
Erster Theil.
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291
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Mcklenburg Schwcrin. Einleitung. 291

ckenitz Gränzflnfi gegen Pommern, und die Peene mit der Tre-bel und Tollcnsc aus. Zur Elbe, welche die SW. Gränze be-rührt, fließt die Elbe mit der Stör, die Sude mit der Schalund Rögnitz, die Boitzc und Stc ckenitz. Schiffbare Kanälegiebt es gar nicht, jedoch beabsichtigt man die Verbindung der War-now und Elbe. Landwirthschaft ist Hauptbeschäftigung der E.;Viehzucht und Ackerbau sind höchst blühend und die Quellen dcSWohlstandes (die Domaincn und ritterschaftlichen Güter umfasseneinen Flächenraum von I97Q. M.; zu den Domaincn gehören 321,den Besitzern aus der Ritterschaft 795 Landgüter; es giebt 291 adlige,225 bürgerliche Gutsbesitzer; die Städte und Klöster besitzen 31 Q.M.).Getreide, Rübsaamcn, Flachs und Taback werden in Mengegebauet; wichtig vor allen ist die in neueren Zeiten sehr verbessertePferdezucht; Wild ist in ziemlicher Menge, Fische, Geflü-gel, besonders Gänse, sind reichlich; Bienenzucht ist nicht sehrbedeutend; Holz liefern die großen Forsten hinreichend. Mineraliengiebt es außer Kalk, Gips, Braunkohlen, etwas Alaun,Torf und einige Spuren von Bernstein fast gar nicht; Salz lie-fert eine Quelle. Gcanitgeschiebc finden sich, wie in den Nachbarlän-dern; zum Theil bedecken sie ganze Flächen, namentlich im benachbar-ten Strclitz. Fabriken sind nicht von Wichtigkeit, jedoch wird Woll-und noch mehr Leincwcbcrci stark getrieben und außerdem giebt cSEssig-, Tabacks-, Zichorien-, Seifen-, Pfeifen-, Karten-, Kattun-, Zucker-u. a. Fabriken, Glashütten, Papiermühlen, Thecrbrenneceicn, Ziegeleien,Gerbereien und Schiffbau. Der Handel ist sehr lebhaft und wird vonWismar und Rostock aus auch zur See getrieben; der innere Vcrkebrwird aber durch die schlechten Landstraßen sehr erschwert. Die E.— 450,000, sind, mit Ausnahme von 700 Kathol i kcn, 220 Rc-formirten und 3100 Juden, alle Lutheraner, größtcntheilsWendischen Ursprungs, aber schon seit Jahrhunderten mit DeutscherSprache und Sitte. Für die sonst, besonders bei der ehemals nochnicht so wie jetzt gemilderten Leibeigenschaft, sehr vernachlässigten Volks-bildung ist in neueren Zeiten besser gesorgt. Wissenschaftliche Kennt-nisse verbreiten eine Universität und 5 Gymnasien. Mcklenburg, einschon von Karl dem Großen von Slavischen Völkern gesetztes Land,wurde von Heinrich dem Löwen, der die Grafschaft und dasBisthum Schwerin stiftete, erobert und unter dem eigenen Re-genten Pribislaus zum Fürstenthum erhoben, 1170. SeineNachkommen regieren noch jetzt,, das einzige Deutsche FürstenhausSlavischen Stammes. Durch den Erbvcrtrag von 1701 ist die nochjetzt bestehende Einthcilung in die beiden Herzogthümcr McklenburgSchwcrin und Strclitz bestimmt. Mehre Nebenlinien sind bis aufdie in Grabow, jetzt Schwcrin, und Strclitz erloschen (Gü-strow 1136 und 169H Mirow 1675, Stargard 1471, Rostock1314, Parchim 1316, Schwerin 1692). Schon 1348 warenSchwcrin und Stargard zu H erzogth ümcrn erhoben und im West-fälischen Frieden die Bisthümcr Schwcrin und Ratzeburg mitdem Lande vereinigt. Landstände bestehen für beide Linien ge-meinschaftlich, mit! ungeschmälerten alten, durch Verträge

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