Hannover. Kalcnberg. 307
mit einer alte» Reliquiensammlung und dem königlichen Begräbnißgewölbe,und das Schauspielhaus, der Pallast des Herzogs von Cambridge, die Mar-ställc, das Zeughaus, die Casernen, das Versamnilungshaus der Landstände,das Archiv niit einer bedeutenden Bibliothek, die katholische Kirche, dasGebäude des Ministeriums; vieie schöne Privatgebände, besonders an deranmuthigen Georgs- und Friedrichsstraßc, die beide an einer Seite durchAlleen und hübsche Anlagen verschönert sind. Sitz aller obersten Landesbe-hördcu (mit Ausnahme des ObcrappcllationsgcrichtcS), Coiisistorium, Gene-ralsuperintendcntur, Iustizkanzlei, Steucrdirectio». Feuer- und Lebcnsver-sichcrungsanstaltcn (seit 1829). Außer der großen königlichen verschiedeneandere bedeutende Bibliotheken; Lpccum, Schullchrcrseminar, höhere Er-werbs (polytechnische) Schule, chirurgische-, Thierarznci-, Militair-, Hebam-mcnschule; Münze, Börse, Waarcnniederlage. Naturhistorische Gesellschaft,1797 gestiftet, Hauptbibelgescllschaft für das Königreich. Wcrkhaus. Gas-erleuchtung seit 1826 (das erste Beispiel dieser Art in Deutschland). Schol-winsches Waiseninstitut. Leibnitz'S (chi7i6) Denkmal auf der Esplanade(seit 1787), wo auch das schöne 1832 eingeweihete Waterloodcnkmal, eineniit dem Postamente 162 F. hohe, 12Z-F. dicke Säule, inwendig mit einerTreppe von 199 Stufen versehen, oben mit einer Victoria geschmückt. Diegrößteutheils nicht bedeutenden Fabriken liefern Taback, Leder, Zichorien,Karten, Tapeten, Gold- und Silberwaarcn, Wachstuch, Lack, Oblaten,Strümpfe u. a., wichtiger ist jedoch Handel und Spedition. AnsehnlicherBuchhandel und Buchdruckerei mit 46 Pressen. Hannover war Residenzvon 1636 bis 1714. Herschcl geb. 1733, ch 1822. — Vor der Stadt dasherzogliche Lustschloß Montbrillant und etwas entfernter durch eine Z M.lange schöne Allee mit der Stadt verbundene Herrcnhausen mit einem27v<» F. langen, 1509 F. breiten im altfranzösischcn Geschmacke angelegtenGarten. Bemerkenswerth ist die große Fontaine, deren Strahl fast 125 F.hoch sein soll, die Orangerie mit antiken bronzene» Büsten geziert, dieTreibhäuser und die Obstbaumpfiauzung. Der ehemals gräflich Wallmvden-sche, jetzt königliche Garten mit Kunstsammlungen; der WangcnheimscheGarte». Das Altensche Schloß in Linden. Das Schwefelbad i» Limmcr.Starker Gemüsebau in der Gartcngcnicinde. Zuckerfabrik und Kalkbruchin Linde». Königlicher Thiergarten mit Damhirschen bei Rirchrode. —ch Hameln (209 F.) an der Weser, 5499 E. Die besonders seit dem sieben-jährigen Kriege angelegten Festungswerke sind 1897 völlig abgetragen.Strafanstalt, Stift, Weserschleuse, Lachssang, einige Fabriken. - Vor demDorfe Neher Kupferhammer und Messtnghüttc, bei Ärzen Pulvcrmühle.—Dodenwcrder an der Weser, ganz pom Braunschwcigischen Gebiete um-schlossen, 1499 §. Die Stadt gehörte zur ehemaligen Herrschaft Homburg,welche außerdem die Örter Laucnstcin, Stadt Oldcndorf, Wallcnsem, Salz-heinmcndvrf, Eschcrshausc» und Grecne umfaßte; nach dem Aussterbcn deralten Besitzer siel die Herrschaft 1499 an die Herzöge von Braunschweig.— Münder a» der Hamel, 1209 E. Salzwerk (—2999Ztr.). wun-storf an zwei Ncbenflüßchcn der Leine, 1799 E. Stift, 879 gestiftet. Die
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