Band 
Erster Theil.
Seite
333
JPEG-Download
 

333

Braunschwcig. Anhalt-

Lcincwcbcrci, Sandsteiubrüche. — Amelungsborn, ehemaliges Kloster, des-sen Abt der Gcucralsupcriiitendcnt in Holzmindcn ist. — Schorborn, Glas-hütte. — f-Eschcrohause» a. d. Leiinc, liso E. Lippoldshöhle. — Am na-he» Iht bei Hcycn, wo die Trümmer der Lauenburg, vielleicht daSSchlachtfeld Idistavisus; bei Holtcnscn zwischen Hüls und Iht eine Fel-senhöhle, der Rothe Stein genannt. — Grünenplan auf dem Hüls,1100 E. Spiegclhütte. — Rninen der Homburg. (Über die alte Herr-schaft Ho,»bürg vergl. S. 313). — ch Gttenstcin, 1250S. Spinnerei undStrnmpfstrickerei.

Ganz getrennt von den übrige» Provinzen liegt das Kreisamt The-dinghausen, ehemals zum Erzbisthum Bremen gehörig, daher seit 1618unter Schwedischer Herrschaft, 1679 an Braunschwcig abgetreten. — DerFlecken Thcdinghausen, 160 » E.

Das Fürstenthums Öls in Schlesien gehört dem Herzoge als Preussi-sche Standcshcrrschaft.

Über den zwischen Hannover und Braunschwcig gemeinschaftlichenLomniuilion Unterharz vergl S. 326 und 328.

29. Die Herzogthürner Anhalt.

Grösse — 48 Q. M. Sie liegen größtcnthcils, von den Preußi-schen Provinzen Sachsen und Brandenburg umschlossen, an beiden Sei-ten der Elbe, welche hier die Mulde und Nuthc aufnimmt, undder Saale, in welche dicBodc und Wipp er fließt; nur eine Pro-vinz liegt am Untcrharzc und der Selbe. In letzterer sind dieVorbergc des Harzes (der Rambcrg --- 1800 F.), welche hier höchstunmuthige Gegenden bilden; der Hauptthcil des Landes ist theils völ-lige, theils wellenförmige Ebene, die von mehren kleinen Seen unter-brochen wird. Allcthalbcn ist der Boden fruchtbar, aber mehr in O.als in W. Productc find Getreide, Rübsaamcn, Flachs, schö-nes Obst, Hopfcn, Taback, Krapp, viel Holz; dieVichzuchtist blühend, Wild in Überfluß, Fische liefert besonders die Elbe.Am Harze gewinnt man Eisen (20,000 Ztr.), Blei (3000 Ztr.),Silber (IlOOMark), Vitriol (l200 Ztr.), Marmor, Gips,Stein- und Braunkohlen; in einigen Gegenden Torf; auchMineralquellen find vorhanden. Salz fehlt ganz. Die Indu-strie beschäftigt sich nur mit der Verarbeitung vaterländischer Erzeug-nisse; Woll- und Lcincwebcrei ist am bedeutendsten, am Harz werdenmancherlei Eisenwaarcn verfertigt. Die E. — 136,000, sind mcisten-theils Rcformirtc. Man zahlt kaum IlOO Katholiken und 2000 Ju-den. Für Bildung ist durch Schulen und. andere Anstalten gut ge-sorgt. Die Herzoge von Anhalt stammen von den alten Grafen vonAs kanten, von denen Albrecht der Bär, erster Markgrafvon Brandenburg (j-1171), und dessen Sohn Bernhard 1180Herzog von Sachsen wurde. Von den großen Besitzungen sinddem Hause aber nur die jetzigen Anhaltischcn Länder geblieben. Bern-hard's Sohn, Heinrich, nannte sich zuerst Fürst von Anhalt,