Band 
Erster Theil.
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Anhalt. Lippe Detmold.

Herzogliche Schloß in GroMhnau. — Die Lustschlösser Georgium, Lui-stum und Dogclhcerd. — Mrgnicnbaum, 1600 E. Schloß. — wörlitz,2100 E. Schloß mit berühmten Anlage». Herzogliche Gruft. Matthiffont!83i. Naguhn, 1200 E-Pödnitz, Landgut mit ausgezeichneter Me-rinvschaferei. — Icßnitz a. d. Mulde, 1700 E. Wollweberei. — Sandcrs-leben an dir Wipper, 1000 E. — -erbst an der Nuthe, bau» E. Sitz desDberappellatkvnsgerichts für sämmtliche Anhaltischc und SchwarzbnrgischeLande. Gymnasium. Große Gold, und Silberfabrik, Fayence-, Tabacksfa-brik, Wachsbleiche, Bierbrauerei)'Äineralquelle.

III. Herzogthnm Anhalt Lothen — I5.Q. M. 37,000 E.unter denen 23,000 Refo.s.wirte, 13,500 Luth er gner, 400 Ju-den. Der Herzog H cinr.^ch,. geb. 1778, regiert seit 1830.

Rothen an der Ziethe, 5500 E. Altes und neues Residenzschlvß. Sitzder Regierung, zugleich Justizbehörde, des Consistoriums und der Kammer.Gymnasium, Schullehrerscmiuar, Bibliothek, 2 Waisenhäuser, Fräuleinstift.Treffenfabrik. — Roolau a. d. Roslau und Elbe, 750 E. — Rloster Nien-burg an der Bode und Saale, >1100 E. Schloß. Gesprengte Kettenbrücke-— Güstcn a. d. Wipper, 1200 E. — Schloß Dornburg an dem rechtenElbufcr, uud Biendorf, Lustschloß an der Ziethe..

Das Fürstenthum pleß in Schlesien ist eine Preußische Standesherr-schaft, dem Bruder des regierenden Herzogs, Fürsten Ludwig, gehörig undmit dem Herzvgthume in keiner Verbindung stehend.

^ 30. Fürstenthum Lippe Detmold.

Große — 21 Q. M. Eingeschlossen von dem Hessischen Schaum-burg, dem Preußischen Westfalen und Hannover berührt das Land inN. die Weser, welche aus demselben die Emmcr, Extcr, Kalkeund Werre mit der Bega empfängt. Die Ems entspringt ander W. Gränze und die Lippe berührt nur ein abgesondert liegendesAmt. Die Egge (Osning, Tcutoburgcr oder LippischerWald, in welchem der 1450 F. hohe Velmcr.Stoot bei Detmoldder höchste Punkt zu sein scheint) durchstreicht in 3 Armen den S. Theildes Landes, welches größtenthcils aus schön bewaldeten Hügeln undfruchtbaren Thälern besteht; nur in SW. ist die große SennerHeide. Getreide, Flachs und Rübsaamen wird hinreichendgewonnen, noch mehr Holz liefern die großen Forsten. - Viehzuchtist gut, besonders zieht man in der Senne schöne Pferde; Wild istreichlich vorhanden und Bienenzucht nicht unbedeutend. Bcmec-kcnswcrthe Mineralien außer Salz giebt es nicht. Fabriken sindhier wenig, wohl aber wird starke Ga rnspinncrci und Leine-Weberei getrieben. Die E. -- 81,000, sind bis auf 5000 Luthe-raner und 1600 Katholiken, alle Rcsormirte. Für Bildungist durch Gelehrten- und Volksschulen musterhaft gesorgt. Die Für-sten von der Lippe stammen von dem uralten Grafcngeschlechtc gl. N.her, welches sich unter Siinon's VI. Söhnen, Simon VII. und