Band 
Erster Theil.
Seite
345
JPEG-Download
 

Die freien Städte-

345

weil die damalige» Besitzer Seeraub trieben, -- iz xz. M. 4600 §. DerBoden läuft noch 3 Meilen weit als Sandbank in die See hinaus. - Ri-tzebüttel, Schloß, 1700 E. — Ruxhafen, Hafen, Lenchtthurm, Seebad,Lootsenstativ», Ouarantaineanstalt, 850 E. — Insel Neuwert mit zweiLeuchtthürmcn und zwei Baaken (Tagsignale).

Mit Lübeck gemeinschaftlich besitzt Hamburg das Amt Bergedorf, anlind zwischen den Elbarmen belegen, bis zum XV. Jahrh, zum HerzogthumSachsen Lauenburg gehörig, — 1K O„ M-11,000 E., die fast nur von Acker-bau, Obst- und Gemüsebau leben. Der Boden ist größtentheils höchstfruchtbare Marsch, aber meistentheils so niedrig, daß nur Dämme ihn ge-gen Überschwemmungen schützen können. Die obstreichen, stark bevölkertenVierlande. — Bergedorf an der Bisse, 2400 §. Altes Schloß. Holzhandel.

III. Lübeck.

Größe des alleinigen Gebiets, welches in 10 verschiedenen Thei-len zwischen und in Holstein, Lauenburg und Meklcnburg liegt, —

Q. M. Dazu kommt das mit Hamburg gemeinschaftliche AmtBcrgedorf — IH Q. M. Der Boden ist völlige Ebene, wovon H meistfruchtbares bcbauctcs Land; nicht unbedeutend sind die Waldungen;ein Theil ist Moor, einen noch größeren Theil nehmen die Gewässerweg, unter denen die Trave, welche 3^ M. von der Hauptstadt ineinen Busen der Ostsee geht, die Steckenitz, welche schon 1398schiffbar gemacht und durch einen Kanal (Dclvcnau) bei Lauenburgmit der Elbe verbunden ist, und der Raheburg er See, der durchdie Wakcnitz mit der Trave verbunden ist, zu bemerken sind. Reichs-unmittclbar wurde die Stadt, in welche Heinrich der Löwe 1163 dasBisthum aus Aidcnburg in Wagrien verlegte, um 1226, stand abernoch späterhin unter Braunschwcigischer Hoheit. Sie war das Hauptder Hanse, die von etwa 1241 bis 1632 bestand. Die Zahl derE. bcläuft sich auf mehr als 40,000, unter denen 400 Katholiken und400 Juden. Die Verfassung ist mehr aristokratisch als in den übri-gen freien Städten. An der Spitze des Staats steht ein Rath(4 Bürgermeister, 2V Senatoren und 2 Syndici), der sich durch ei-gene Wahl ergänzt, die vollziehende Macht allein besitzt, die ge-setzgebende aber mit der Bürgerschaft theilt.

Die Äadt Lübeck an der Trave, 26,000 E. (im XVII. Jahrh, »och46,000) E. Sie ist alt und unansehnlich, mit wenig ausgezeichneten Ge-bäuden. Bemerkcnswcrth aber sind: das Rathhaus mit dem hanseatischenSaal und Archiv, der Dom mit vielen Denkmälern, die Marienkirche mitsehr schenswürdigen Gegenständen, dem schönen Marinvraltare, .der astrono-mischen Ühr, zwei Granitsänlcn, dem Tvdtentanze (Copie nach Holdem)und manchen Denkmälern; das ehemalige Zeughaus, jetzt Wollmagazin, djgBörse. Obcrappcllationsgcricht der vier fristen Städte. Gesellschaft zurBeförderung gemeinnütziger Thätigkeit, welche seit ihrer Stiftung 1795außer anderen nützlichen Anstalten ei» Schullchrerseniinar, eine Naviga-tionsschule, eine technische Schule und Sparkasse gestiftet hat; Gymnasium,