Band 
Erster Theil.
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366
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366 Belgien.

Brüssel und Löwen. Unter den Geschäften stehen Fabrikarbeitenund Handel oben an; Tuch-, Seiden- und Baum woll Waa-ren, Hüte, Spitzen, Zwirn, Leder, Zucker u. a. Kunstpro-dukte werden in Menge verfertigt; die Heidgegend (Campine) ist todtund treibt nur Schaft und Bienenzucht.

ch Antwerpen an der Schelde, die für Kriegsschiffe fahrbar ist, 1831^73,000 (im XIV. Jahrhundert 200,000) E. Regelmäßig, mit vielenschönen Gebäuden, unter denen der große Dom, 500 F. lang, 24V F. breit,dessen Gewölbe 125 Säulen tragen, mit dem höchsten Thurme Europas --444 F., dem Grabe des Malers Nubens (ch iK4l>) und dessen zwei berühmte-sten Gemälden, die Börse, 18V F. lang, mit 44 Säulen gestert, 1531 er-baut, das alte Hanseatische Haus neben dem großen Bassin, ein Viereck230 F. im Durchmesser, 1568 erbauet und noch jetzt Eigenthum der Hanse-städte, das Räthhaus, große Hospital und Schauspielhaus sich auszeichnen.Wichtige Citadelle, 1568 vom Herzoge Alba erbauet, von Napoleon nochstärker befestigt. Sitz des Gouverneurs, einer Handelskammer und einesHandelsgerichts. Hafen, Schiffswerft und Arsenale von großem Umfange,zwei große mit Quader» ausgemauerte Bassins (Docks), 3«F. tief, durchSchleusen mit der Schelde verbunden, an zwei Seiten von Waarenlagernumgeben; alle diese Anstalten durch Napoleon theils angelegt, theils erwei-tert; die alte Abtei St. Michael, ein ungeheures Gebäude, welches alsWaarenmagazin gebraucht wurde, ist durch das Bombardement 1830 ganzzerstört. Malerakademie, Akademie der Wissenschaften, der Künste, Gym-nasium, medizinische und chirurchifche Schule, Bibliothek, schöne Gemälde-gallerie. Wichtige Fabriken, als Seiden-, Zwirn-, BaumwoU-, Spitzen-,Tapeten-, Treffen-, Tuch-, Zucker- u. a. Fabriken. Bleichen, Diamantschlci-ftreien. Ausgebreiteter Handel, der im XV. und XVI Jahrhundert nochviel blühender ftar, dis der Westfälische Friede die Mündung der Scheideschloß und das Sinken der Stadt herbeiführte. Merkwürdige Belagerung1576 und 1585. Mehre berühmte Maler sind hier geboren; unter andernr»an Dyk I5SS und beide Teniers 1582 und I61V. — Worte!, älteste Ar-mencolonie in Belgien'( 1822 ), 1829 mit 540 E. Rykewescl, Bettlereoloiiie.—St. Bernhard; Correctionshaus für 150V Sträflinge. — Stabröek (bruk),2000 E. Messe: — Boom a. d. Rüpel, 4100 E. Zahlreiche Ziegeleien. —ch Turnhout (hautH' in der Campine 12,500 §. Spitzen»' und Drell-fabriken, Bleichen. ^Schlacht 1789. — Hoogstratcn in der -Campine ander Merk, 1500 E. — Arendonk in der Campine, 250» §. Strumpffa-briken. — ch Mecheln, Malines, a. d. Dple, 23,80» E. Sitz des katholi-schen Erzbischofs. - Schöner Dom, erzbischbflicher Pallast, Zeughaus, Rath-haus. Theologisches Seminar, Malerakademie, Gymnasium. Ausgezeichnetsind die hier verfertigten Hüte, Spitzen und wvllnen Decken. — Lier,Lierre, a. d. beiden Ncthcn, 13,000 E. Berühmte Brauereien. — Sand-vliet, 1100 E. rwd Lillo, 2»v«E. Festungen an der Schelde. — Gheel,8000 E. Irrenanstalt.

3) WessftWdern — 59O.M. 610,000 S. Der Boden ist