Band 
Erster Theil.
Seite
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Neapel.

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ein Molv schützt, der Largo di Lastello, Largo desto Spirito Santomit der Rcuterstatuc Karls IN., die Piaz;a di S. Lucia, der eigentlicheMarktplatz (Largo del mercato), der größte Platz der Stadt, keineswegsschön, aber durch die hier feil gebotenen Lebensmittel nnd die hier befind-lichen Wohnplätzc der niederen Klaffe, der wahre Tummelplatz des Volks.Unter den 6 Lastellcn, welche Neapel schützen, bemerken wir S. Elmo imhöchsten Theil der Stadt, daher mit der schönsten Übersicht über die ganzeGegend, durch eine hohe Brücke mit dem Castell pizzs Falconc verbunden,Laste! nuovo, einst Residenz der Könige, mit einer Artiilericschnle, Laste!d'Uovo auf einer mit dem Lande zusammenhangenden Insel am Hafen,Laste! Lapuano (vicaria), einst Residcnzschloß, jetzt Sitz der oberstenGerichtshöfe. Der königliche pallast neben dem Arsenale nnd dem neuenCastell am großen Molo ist ein großes und regelmäßiges Gebäude, ein an-derer, Lapo di Monte, liegt auf einem Berge vor der Stadt, mit einerSternwarte und Bibliothek. Der Finanzpallast an der Straße Toledo,der erzbischöfliche pallast, das große Gctreidemagazin und das großeArmenhaus (Reclusorio) sind außer diese» die ausgezeichneteren öffentlichenGebäude Neapels, welches überhaupt an Zahl und Pracht der Pallästc undKirchen weit hinter Rom zurücksteht. Unter den mehr als 2»» Kirche» undKapellen zeichnet sich nur eine durch Schönheit, aber viele durch innere Prachtaus. Die Kathedrale ist ein altes Gotisches Gebäude, dessen Gewölbe von11 » antiken Marmorsäulen getragen wird, mit uralten Katakomben, demNeapolitaner durch das Blut des heiligen Januarius sehr wichtig. Inder Kirche Maria del Larmine ist das Grab Konradins. Dem königlichenSchlosse gegenüber liegt die neue prächtige Kirche des heil. Franz de Paula,mit herrlichem Vorhofe und Säulengängen; die Kirchen S. Paolo mag-giore, G. Maria della pieka, S. Oominico, S. Martins bei dem pracht-vollen Karthäuscr Kloster, S. Filippo Neri u. a. sind durch herrliche Ge-mälde und Bildhauerarbcitcn schenüwcrth. Universität, 1224 gestiftet. DieAkademie der Wissenschaften mit dem Muses Borbonico in einem großenPallastc (degli Studi) mit wichtiger Bibliothek ( 15 »,»ü» Bände), reicherGemäldesammlung in 8 Sälen, und einem Schatze von Alterthümern, unterandern aus Herculanum und Pompeji (1828) 551 Arbeiten in Marmor,348» in Erz, 48» i» Gold und Silber, 118» in Glas, 2058 Vasen, über16 »ü geschnittene Steine, die große Bibliothek bei der Kirche Filippo neri,Angelv a Nilo u. a. Unter den antiken Kunstwerken bemerken wir denFarncsischen Stier in der Villa reale, den Farnesischcn Herkules und dieFlora im Museum. Zahlreiche höhere Unterrichtsanstalten, eine polytech-nische Schule, Conscrvatorium der Musik, Zcichcnakadcmie, Nittcrakadcmie,Hcrculanische Akademie, Cvllegium zur Bildung junger Chinesen, medicini-sches Collcgium, Sternwarte, botanischer Garten, Marinecollcgium, Mili-tairschule u. a. Das Theater S. Larlo, das größte Italiens, mit »Bogen-reihen und 19 Sitzreihe» im Parterre. Unter den E. sind 6» bis ?»,»»»Lazaroni, Tagelöhner, nur mit Hemd und Beinkleid versehen, welche zujeder Arbeit sich verdingend, ohne Wohnung, ein höchst kärgliches Leben

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