Band 
Erster Theil.
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Spanien.

zoscu 1889, 28. Jul. — Alcalä am Henarcs, 5808 E. Universität, vo»Timeuez (chimeneö) 1498 gestiftet und dessen Grab. Geburtsort des Cer-vantes 1517. — Ocana (okanja), 12,880 E. Mineralquellen. Seifenfa-briken. Am Tajo ein Steinsalzwerk (Villa rubia dc Gcana). Sieg derFranzosen 1809, 19. Nvv. — Zllcazar, große Pulverfabrik.

3) Provinz Guadalaxara (chara) — 240,888 E. — Hauptstadt gl. N.am Henares, 14,880 E. Wichtige Tuchfabriken (wie auch in dem benach-barten Siguenza und Lolmenar). Prachtvolle Gruft der Herzöge vonJnfantado.

4) Provinz Mancha (mantfcha), baumlose Hochebene, ausgezeichnetdurch Safran, Weinbau und Maulesclzncht. Quellen des Guadiana imSee von Rindern; der Flnß verliert sich hernach in Sand und Sümpfen,sammelt sich aber 4 M. weiter wieder; diese letztere Gegend heißt Gjos(ochoS), d. h. Augen, de Guadiana;-- 428,888E. — Liudad real unweitdes Guadiana, 9080 E. — Almagro, 8008 E. Spitzcnbercitung, Esclmärkte.Wichtiges O.nccksilberbergwcrk bei Almaden, 18,008 E. Berühmter Weinbei valdepcnas (penjao); Messinghürte bei Riopar; Galmcigrubcn iniGebirge von Alcaraz; Spicßglanzgruben bei S. Lenz de Mndcla.

5) Provinz Lucicha, der Rand der Kasiilischcn Hochebene gegen O.,Abfall zum Mittclmecre, die unbewohnteste Provinz Spaniens; — 350,888 E-— Die Stadt gl. N. auf einem steile» Berge am Tucar, 6800 E. Bischof.Merkwürdige Brücke. — Sacedon und Solan dc Lnbras, berühmte Bä-der. — Nequena, 7008 E. Seidenweberei, — Molina am Gallv, 4500 E.,unter denen viele Eiscnarbcitcr.

II. A l t k a st i l i e n.

— S37Q. M. 1,170,000 E. Der größte Theil der Provinz istwie Neukastilien dürre Hochebene, hoher noch als jene —2500 F., aberdrei Hauptbergketten durchziehen sie. Das nördliche Küstenland, dieMontana (montanja), wird durch die Biskaisch Asturi sehen Ge-birge von der innern Hochebene geschieden und letztere in N. durch dieSierra d'Qcca, übrigens durch bloße Hügel oder ohne jede Erhöhung,in das Gebiet des Ebro und Duero getheilt. In S. ist das Gua-darama Gebirge mit dem Penalara (penja) — 7300F., Wasser-scheide zwischen Duero und Tajo. Ausgezeichnet fruchtbar sind dieDistrikte Burcva und Rioja (cha) am rechten Ufer des Ebro, wel-cher hier den Alama und Pregun aufnimmt. Der Duero bathier seine Quelle und auch seine Nebenflüsse Ada ja (cha), Ercsmaund Arlanzon entspringen hier. Zum Tajo fließt der Alb er ehe(tsche). In N. sind kleine Küstenflüsse. Es giebt hier Silber, Blei,Eisen und andere Mineralien, aber fast keins derselben benutzt; dagegenliefert die Provinz Wein, Flachs, Hanf, Krapp (Segovia), Jo-hannisbrot oder Karuben (Segovia), Spanischen Pfeffer(Aoila) und Pottasche (Avila); man treibt etwas Seidenbau;wichtig ist die Schafzucht, auch der Fischfang nicht unbedeutend;geringe Industrie.