Band 
Erster Theil.
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518
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518 Frankreich.

zum Andenken des großen Französischen Lagers I8»3. Aufenthalt vielerEngländer. Küstenhandel, Börse, Bibliothek, Schifffahrtsschule, Gesellschaftfür Ackerbau, Handel und Künste; Leinen-, Woll-, Zucker- und Seifenfa-briken. Makrelen- und Häringsfischerci, Seebäder. — Lourset, 2800 E-Reicher botanischer Garten. — St. Vmer an der Aa, 19 ,üvv E. Schens-werthe Kirchen; Bibliothek. Tuch-, Seifen- und Zuckerfabriken, Gerberei.— Aire an der Lps, 8800 E. Festung. Natürliche Springbrunnen. Fa-yence- und Seifenfabriken. — ffBethune, 6600 E. Festung. — Azin-court, Dorf, Schlacht 1415. — Leus, 2300 E. Franzosen schlage» dieÖsterreicher 1648. — ch St. pol, 3500 E. Mineralquellen. — s-Mon-treuil, 4500 E-

III. Picardie. Fruchtbares ebenes Land von der Sommc, diejetzt fast ganz schiffbar gemacht ist, durchfloffen. Obstbau. Ziderberci-tung, Fabriken. Die Picardie, welche auch Theile von dem Depar-tement Pas de Calais, Oise und Aisne umfaßte, kam 1463 anFrankreich.

3) Departement der Somme. — ch Amicns a. d. Sonnue, 43,000 E.Schön gebauet- Herrlicher Dom mit 124 Pfeilern, darunter einige wieGlocken tönen, Rathhaus, Kornhalle. Bibliothek, Museum, botanischerGarten, 8ocietl- ck'emularion, Tuch-, Kasimir-, Baumwvll-, Leder-, Sei-fen- und Tapetenfabriken. Berühmte spätesten. Listige Eroberung der Spa-nier 1597. Friede 27. März 1802. In der Nähe St. Acheul, ehemals großeErziehungsanstalt der Jesuiten mit mehr als 900 Zöglingen. — ch Zlbbe-ville, Festung an der Somme, 18,500 E. Eine der ältesten und sehr wich-tige Tuchfabrik mit 400 Arbeitet und Teppichfabrik, beide von Lolbertgestiftet. Mancherlei andere Fabriken. Der Hafen der Stadt in St. Va-lery, 3300 §., durch eine Sandbank fast unzugänglich. Häringsfang. Wil-helm der Eroberer schiffte sich hier ein, 1066 — Lressy, Flecken, SiegEduards III. und Gebrauch der Kanonen 1346. — picquigny a. d. Somme,1500 E. Unterredung Ludwigs Xl. und Eduards V. 1475. — ch Ooullens,3800 E. Citadelle. — ch peronne an der Somme, 4000 E- Festung, nieerobert. — Montdidier, 3800 E. — Ham an der Somme, 1700 E.FestesSchloß (Staatsgefängniß der Minister Karls X.), Fabriken. Geburts-ort des Generals Fop (ch 1825).

IV. Normandie. Der Boden ist größtentheils fruchtbareEbene, wenig Sandflächen; in S. erheben sich niedrige Gebirge alsWasserscheide zwischen Seine und Loire; in ihnen sind die Quellender Vire und Orne, welche in dieser Provinz auch münden, derSarthe und Mayenne; die-Eure fällt hier in die Seine; ander Küste zwischen Vire und Orne sind die Klippen Calvados.Weinbau ist hier nicht mehr, desto wichtigerer Obstbau mit Aidecbe-reitung; starker Ackerbau und lebhafte Industrie, besonders Leinen-,Woll- und Baumwollweberci; schöne Pferde, Fischerei. Dies alteHerzogthum, dessen Regenten 1066 den Englischen Thron bestiegen,ward 1204 von Philipp August als verwirktes Lehn eingezogen.