JSle de France. PariS.
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Brücke Ludwig XVI., bat herrliche Gärten, die mit einer 150» F. langenTerrasse endigen und kostete über S Mill. Rthlr. Der pallast des Insti-tuts, den Tuilericn gegenüber, der Münzpallast nicht weit vvm vorigen,360 F. lang. Am W. Ende der Stadt ist das 270« F. lange und 90» F.breite Marsfcld, der Brücke der Invaliden gegenüber (merkwürdiges Bun.dcSfest auf demselben 1789, 14. Juli); daneben die weitläuftigen Gebäudeder ehemaligen Militairschule, setzt eine Caserne, welches aus 6 Gebäudenbesteht und 15 Höfe in sich schließt, 132» F. lang, 78» F. breit. Das In.validenhospital, durch seine Große (es ist für 50V» Mann eingerichtet),noch mehr durch seine prachtvolle Kirche merkwürdig, von Ludwig XIV.von 1671 bis 1706 erbauet, mit eigener Bibliothek, dem Grabmale desMarschall Türcnnc (-f-1675) und dem Grabe vauban's (j-1707).
Vierzehn Brücken verbinde» die Haupttheile der Stadt. Die wichtig-sten derselben find ihrer Lage nach von W. nach O. folgende: zum Mars-felde führt die Brücke des Invalides (sonst von Jena), 46» F. lang, ganzvon Stein, mit 5 Bogen (ein Eisendrachbrückc zwischen den Elyseischc»Feldern und dem Garte» der Invaliden, 1826 erbauet, mußte wieder ab-getragen werden); den Platz Ludwig XV. mit dem Pallast Bourbo» ver-bindet die Brücke Ludwig XVI., 60» F. lang, mit 5 Bogen, geschmücktmit 12 Bildsäulen berühmter Franzosen; die 432 F. lange Rönigsbrückeneben den Tuilericn; die Brücke des Arts nebe» dem Louvre mit 9 eiser-nen Bogen, 516 F. lang; Pont ncuf, welche die Spitze der Cit( berührt,712 F. lang, mit der 14 F. hohen, 1818 neu errichteten Bildsäule Hein-richs IV., 14 F. hoch; die Brücke des pflanzcngartens (ehemals von Au.sterlitz), mit 5 eisernen Bogen, 40» F. lang, die östlichste aller PariserBrücken. *
Paris hat viele wissenschaftliche und milde Anstalten. Dahin gehörtdie Akademie (die alte 120» gestiftete Universität), daö königliche Insti-tut mit 5 Akademien (der Französischen Sprache, der Inschriften, der Wis-senschaften, der schönen Künste, der moralischen und politischen Wissenschaf-ten) 1633 gestiftet, 1832 mit 214 Mitgliedern, daö Lonservatorium derMusik für 115 Künstler und 6VV Zöglinge, treffliche Taubstummen- undBlindenanstalten, Bibelgesellschaft, Gesellschaft für den wechselseitigen Un-terricht, für die Moral, für Nativnalindustrie, Geographie, FranzösischeAlterthümer, Künste, Orientalische Sprachen, der Medizin u. a.; vor allenberühmt ist das herrliche Museum im Louvre und dessen Gallerten, in de-nen mehr als 9«» Antike», 120» Gemälde und 2»,»»» Zeichnungen aufbe-wahrt werden; die GcmäOcgallerie im Pallast Luxemburg, viele große öf-fentliche Bibliotheken und Sammlungen mannigfacher Art; die polptech.nische und Kriegsschule; unter den Gymnasien zeichnet sich daö College deFrance aus. Viele Hospitäler, Armenhäuser, ein großes Findelhaus unddergl. Ausgezeichnet unter den Theatern sind das llmair« lrsn^ai«, dasOpernhaus, das Odcum, tliesire lies vsrieiös und liu vauckeville. Parisist die erste Fabrikstadt des Landes und Gebieterin der Mode für das ge-bildete Europa. Unzählig sind die Artikel des Luxus, welche die hiesigen