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Frankreich.
besonders in S. Auswanderung im Sommer. Quelle der Doc-dogne, in O. der Allier. Wasserscheide zwischen Loire und Garonne.Franz I. vereinigte die Provinz als heimgefallenes Lehn mit dem Kron-gebiete.
46) Departement des puy de Dome. — -s- Llcrmont, von dem da-neben liegenden Städtchen mit dem Zunamen Ferrand, 31,»0» E- Gesell-schaft für Geologie und Mineralogie, Bibliothek, Museum, botanischer Gar-ten. Altes Schloß, schöner Dom. Seiden-, Liqueur, Salpeter- u. a. Fa-briken. Berühmte Käse und eingemachte Früchte; starker Handel. Häuserund Steinpflaster dieser und anderer Städte aus Lava. Weinbau. Verstei-nernde Quelle in der Voxstadt. Römische Alterthümer. Versammlung aufwelcher der erste Kreuzzug gepredigt wird, 1095. — Billom im GebirgeLordelu, 55VV E. Kalkbrennerei. — ch Riom, 13,000 E., in der Limagne.Verschiedene Fabriken. — ch Thiers, 12,900 E. Messer-, Papier- u. a. Fa-briken. — ch Ambert, 7500 E. Papier-, Woll-, Spitzen- u. a. Fabriken. —
— ch Jssoire am Allier, 640» E. Kupfcrfabriken. Die berühmten warmenBäder bei Mont Oor les Bains. — Bellone, großes Jesuitencvllegium. '
47) Departement des Tantal. — ch Aurillac, 10,000 E., Fabrikstadt.Lhaudesaigues, 23»o E. Warme Quellen, mit deren Wasser, welches inRöhren unter die Fußböden geleitet ist, 35» Häuser geheizt werden. —ch Mauriac an der Dordogne, 2600 E. — ch St. Flour, 520» E. — chMu-rat, 270» E.
XXH. Elsaß. Eine der reichsten Provinzen Frankreichs. InW. sind die Vogescn (Wasgau), stark bewaldet; die sich gegen O.zum fruchtbarsten Hügellande, ja zur völligen Ebene herabsenkcn.Überfluß an Getreide, Hanf, Taback, Wein, Obst und Rübsaamen;Eiskn, Goldsand im Rheine, Silber, Blei, Kupfer, Spießglanz, Stein-kohlen. Wichtige Fabriken und starker Handel mit Deutschland undder Schweiz. Der Rhein nimmt die Jll auf. Der Kanal Mon-sieurs?), der den Doubs mit der Jll verbindet. Elsaß wurde 1648vom Deutschen Reiche an Frankreich abgetreten, 1681 kamen auch dieehemaligen freien Reichsstädte dazu.
48) Departement des Mederrheins. — ch Strasburg an der Jll,Stunde vom Rheine, wichtige Festung, 51,000E., bis 1681 Deutsche
freie Reichsstadt. Das merkwürdigste Gebäude dieser nicht durch Schön-heit ausgezeichneten Stadt ist der herrliche Münster, ein Meisterwerk alt-deutscher Baukunst, von 1015 bis 1365 erbauet. Besonders schön sind diebeiden Thürme, von denen aber nur einer vollendet ist, der eine Hohe von426 F. hat und in dieser Hinsicht unter allen bekannte» Bauwerken nurvon einer Ägyptischen Pyramide (—438F.) und dem Dom in Antwerpen(—444F.) übertreffen wird, aber noch 12 F. höher als der Wiener Ste-fanSthurm ist. Auf der Kirche ist ein Telegraph, in derselben eine durchGröße bemerkenSwerthe Orgel und ein setzt unbrauchbares künstliches Uhr-werk. Die protestantische Thomaskirche mit den Grabmälern des Mar-schalls Moritz von Sachsen (ch 175») und niedrer Gelehrten. Großes Schloß.Facultäten für Lutherische Theologie, Jurisprudenz, Medizin, Wiffenschaf-