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Frankreich.
quellen. Wenig Fabriken. Diese sonst zu Spanien gehörige Graf-schaft ward 1659 an Frankreich abgetreten.
75) Departement der (vstpyrcnäcn. — ch Pcrpignan, wohl befestigteStadt, 1M. vom Meere entfernt, am Tet, 16,50» E. Gesellschaft fürWissenschaft und Ackerbau, Museum, Bibliothek, botanischer Garten, Kunst-schule. Berühmter Honig. Kanoncngießcrei, Seidenbau, Wcinhandel. Kasch-mirzicgcn seit 1819 hier angesiedelt. — Rivesaltco, 3»ü»E. SchönerMuseatwcin. — Arlco am Fuße des Lanigou, 1200 E- Eisenwerke, warmeBader. — ch Leret, 3»v» E. Merkwürdige Brücke. — ch pradeo am Tet,280» E. — Lollioure, 2VVV E. Festung. — portvcndrc, 210» E. Hafen.
XXXII. Euyenne und Gascognc. Von dem Hochgebirgeder Pyrenäen in S. und dc» Hochebenen der Ecvenncn und des Au-vcrgnc Gebirges in O. senkt sich der Boden zur flachen Meeresküste.In W. sind weite Ebenen, Sand, Heide und Morast, von Nadelwal-dungcn durchzogen, bewegliche Sanddünen und Lagunen am Meere,die in S., wo die Natur, wie die Einwohner (Baskischcn Stammes)schon den Charakter Spaniens tragen, mit baumartiger Heide, Tama-risken, Mccrkiefcrn und Korkeichen bekleidet sind. In O. vulkanischerGcbirgsboden, zum Theil mit noch nicht erloschener Thätigkeit. Sodürre die Sandcbcnen, so unfruchtbar manche Gebirgsgegenden sind, soreich sind die Provinzen am Fuße der Gebirge und das schöne Hügel-land, nicht weniger die Ufer der Flüsse; reizend besonders ist das Thalder Gave dc Pau. Merkwürdige Hohlen in N. Hauptfluß ist dieGaronne (Gironde), welche die Dordogne mit der Islc,Drvnne und Eorreze, den Lot, den Tarn mit dem Aveyronund den Gers aufnimmt. In S. ist der Adour mit der Douze.Viel Wein, Getreide, Kastanien, Obst, Mais, Hirse, Hanf, Taback,Trüffeln, große Nadclwaldungen (mit Pech- und Tcrpcntinbcreitung);starke Viehzucht, besonders Esel und Schweine, Seidenbau, Fischfang;Kupfer, Eisen, Blei, Marmor, Steinkohlen, Walkcrerde, Alaun. An-sehnliche Industrie, besonders Wollweberei. Dies alte Herzogthum, biszum XII. Jahrb. Aquitanien genannt, gehörte seit 1150 den Eng-ländern, ward aber von Karl VII. erobert und 1453 mit der Kronevereinigt.
76) Departement der Gironde. — ch Dordcaux an der hier ^ Stundebreiten Garonne, alte Hauptstadt von Gupenne, 1I5,00»E. Enge und un-regelmäßige Straßen. Der Königsplatz; neue Quartiere, regelmäßig undprächtig gcbauct; schone Kais. Herrliche Brücke, 17»»F. lang, für 2Mill-Rthlr. erbauet. Dom, königliches Schloß, Börse, prächtiges Theater. Aka-demie für Theologie, Gesellschaft der Wissenschaften und Künste, medizini-sche und ökonomische Gesellschaft. Taubstummcninstitut, protestantisches Eon-sistorium, große Bibliothek, Bildergallerie, botanischer Garten, Sternwarte,Seminar, medizinische, Marine- und Kunstschulen. Münze. Altes SchloßTrompctte; Römische Alterthümer. Viele Tabacks-, Zucker-, Wollfabrikc»und Liqueurbrennereien, Schiffbau, aber der bedeutendste Erwerbzweig istHandel, besonders mit Wein (jährlich 5»,»»» Tonnen), der an dem linken