Band 
Erster Theil.
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Schweden.

hernach wieder eine nördliche Richtung nimmt, stuft sich der Bodengegen SO. ab, und wird eine Hügelcbene ganz eigener Art. FesterFelsen bildet den oft völlig ebenen Boden, den nur eine dünne Erdschichtdeckt (oft ragen in den Provinzen Ost- und Westgotland, Westman-land, Södermanland, Nerike und Bleking nackte Felsenklippen ausWiesen und Kornfeldern hervor) und der sich hin nnd wieder zu Hü-geln und Bergen erhebt; der Ombcrg und Kinnckullc zwischenWencr- und Wettcrsee. Der südliche Theil von Schonen (südlich von56° N.) ist völlig eben, wie das gegenüberliegende Seeland, aber auchgleich diesem und dem Norddeutschen Tieflande mit Steinblöcken be-deckt. Die Thaler der Gebirgsgegenden haben theils schroffe nackteFelsenwände, theils steigen sanft abhängige, mit Nadelholz, besondersmit der hier üppig gedeihenden Kiefer (pinus silvestlst«), bisweilenauch mit Birkengehölz bedeckte Berge aus ihren gewöhnlich mit kleinenSeen geschmückten Thälern auf. Reizend sind die von Wald um-schlossenen, mit dicht gedrängtem Grase bedeckten Wiesen des Landes.Dörfer sieht man weniger, als einzelne Gehöfte, die zwischen den dazugehörigen Wiesen und Ackern liegen. Der Kjölen (vergl.Norwegen)macht weiter gegen N., wo sich das Gebirge am abschreckendsten zeigtund dem Alpenkamme gleich, steile schneebedeckte Gipfel neben tieferSchluchten, Eis- und Schneefclder und Glätschcc darstellt und nurauf beschwerlichen Bcrgpäfsen überstiegen werden kann, die Gränze ge-gen Norwegen, geht aber mit seinem Hauptkammc völlig nach jenemLande über und läßt in Schweden nur die sanfteren Abhänge seinerSeitenzweige zurück. Diese laufen alle in SO. Richtung, wie Rip-pen vom Hauptrücken, dem Bottnischcn Busen zu, und bilden eben soviele Thäler und Flußgebiete, welche alle 20 bis 30 M. lang sind.Die vielen Bergketten verlieren sich schon in einiger Entfernung vonder Ostküste und lassen diese als flachen Saum zwischen sich und demMeere; der Felsenboden setzt aber in zahllosen Klippen, Skären(schären) im Mccrr selbst noch fort. Hoch in N. «erstächen sich dieseBergketten ganz, und es zeigt sich dort ein etwa 1600 F. hohes ebe-nes Hochland, welches zur Nordspitze des Bottnischcn Busens sich ab-dacht. Schwedens Klima ist milder als das Norwegische unter glei-chen Breitengraden. Unter 69° hören Birken- und Fichtenwälder auf,doch bauet man noch etwas Gerste, auch grüben und Kartoffeln; un-ter 67° ist die Schneelinic noch 4400 F. hoch, der Nockenbau hörtauf; über 65° wird Hafer selten reif; unter 64° ist die Schneelinie— 5200F.; Flachs, Erbsen, Bohnen und Kohl gedeihen noch, selbstWeizen wird noch reif; zwischen 62 und 63° hören Äpfel- und Birn-bäume, Taback, Eichen, Eschen und Weiden auf; unter 61° ist dieSchneelinie — 5800 F.; dort ist die Gränze der Ulme, Linde undPflaume; unter 59° ist die Schneelinie --- 6000 F. (also dem nördli-chen Deutschland gleich). Die eigentlichen Buchenwaldungen hörenüber 57° auf, aber selbst die Maulbeere und Wallnuß reifen zwischen58 und 59°. In S. ist die Luft noch der Norddeutschen ganz gleich,aber weiter gegen N. wird der Winter immer länger und härter; schonunter 61° hatte man 1828 -- 34° R. Im nördlichsten Theile be-