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Preußen-
der Oberfläche des Meeres in kohlenactigcn Resten mancherlei Bäume,vorzüglich von der Weichsel an bis Palmnickcn, oder auch im Ufcrsandcfindet und als Regal betrachtet wird, viel Torf. Ausgezeichnete Vieh-zucht der Marschgegcndeu, starke Bienenzucht. Die Fabriken sind ziem-lich zahlreich und liefern Leinewand, wollene Zeuge, Leder, Glas, Pott-asche, Zucker und Taback. Der Handel ist sehr bedeutend. Die E.— 3,150,000, sind Deutsche, aber in Posen größtcntheils Polen,in Ostpreußen auch Letten und Litthauer; sehr zahlreich sind dieJuden. In O. und W. Preußen bekennt sich die Mehrzahl der E.zur protestantischen, in Posen dagegen zur katholischen Kirche;die Zahl aller Katholiken belauft sich auf 1,150,000. Außerdemzählt man gegen 14,000 Mcnnoniten. Die Katkoliken stehen un-ter dem Erzbischofe von Gnesen und den Bischöfen vonGrmeland und Kulm. In Rücksicht der Bildung stehen W. undO. Preußen mit den Deutsch Preußischen benachbarten Provinzen aufgleicher Stufe; in Posen ist dagegen der Unterricht noch nicht so weitvorgeschritten. Preußen empfing das Christentbum durch den Deut-schen Ritterorden, welcher sich in der ersten Hälfte des XIII.Jahrh., vom Herzog von Masovien (N. Theil des jetzigen Polen)gerufen, des Landes bemächtigte und die Slavischen Preußen, Lil-thauer und Letten zum Christenthum zwangen. Deutsche Hochmeisterbeherrschten das Land, geriethcn aber bald in Krieg mit Polen und1466 mußte der Orden die L chns herrli chkeit des Königs vonPolen anerkennen. Endlich machte sich 1525 der Hochmeister Al-brecht, Markgraf von Brandenburg, zum erblichenHerzog von Preußen und brachte dieses Land dadurch an dasKurhaus Brandenburg; der Tractat zu Welau 1675 verschaffte demHerzogthume Unabhängigkeit von Polen. Kurfürst Friedrich 111.erklärte sich 1701 zum König von Preußen (Friedrich I.) Durchdie Polnischen Theilungen von 1772, 1793 und 1795 ward das Kö-nigreich um 2?00Q. M. vergrößert, die jedoch im Tilsitcr Friedenbis auf Westpreußen größtcntheils wieder verloren gingen. Der Wie-ner Congreß bildete aus dem W. Theile Polens das GroßherzogthumPosen als Preußische Provinz.
1) Provinz Ostpreußen
----- 703 Q. M. 1,240,000 E., unter denen 155,000 Katholiken,900 Mennoniten, 3300 Juden sind. Die höchsten Gipfel die-ses sonst ebenen Landes, dessen Boden größtenthcils fruchtbarer Lehmoder Marsch ist, sind der Harsenbcrg bei Landsberg — 600 F.,der Goldappsche Berg bei Goldapp — 590 F., der Kreuzb crgbei Heilsbccg — 460 F., der Galtgarbcn, 3 M. in NW. von Kö-nigsberg — 350 F. (nach älteren Angaben 500 F.) und der RoNi-ki n — 240 F., auf dessen Gipfel ein alter heidnischer Opfcrstein, derin der Gegend noch beim Volke in Ansetzn steht. Fruchtbare Marschenin den Niederungen am Prcgcl und Niemen. Wichtiger Stöcfang imFrischen Haff. Hauptfundort des Bernsteins bei Pillau auf eineretwa 6 M. langen Küstcnstreckc; viel Naseneisen (Wicscnerz). Man