Band 
Zweiter Theil.
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Ungarn.

4) pesthcr Lomirar, in O- der Donau bis zur Theiß, wo allethal-bcn, mir Ausnahme dcö nördlichen Winkels, völlige Ebene ist; in W- derDonau ist das werteschcr Gebirge. Die Ebene enthalt große Sand- undMvrastflächcn. Einige Bache führen Wasser aus der Donau in die da-durch überschwemmten Flachen. Wichtige Rinderzucht.— pesth am linkenDvnauufer, alt und unregelmäßig, mit schönen Vorstädten, besonders dieLcopvldstadt, 70,009 E- Deutsche, Magyaren, Griechen, Slaven und Mä-zen; Haupthandclsplatz des Landes. Ein durch Größe ausgezeichnetes Ge-bäude ist die befestigte Artillcriccascrnc, das Univcrsitätsgcbäudc, das schöneInvalidenhaus, das Josefinische Gebäude, jetzt Cascrnc, das Lager Spital,Theater, Museum, zahlreiche Privatpalläste, unter denen der Festetics'sche.Universität, 1635 in Lyrnau gegründet, 1777 nach Ofen, 1784 nach Pesthversetzt, mit mehr als 300,ooo Gulden jährlicher Einkünfte, über 100Lehrern, 1829 mit 1700 Studenten; Ungarische Akademie, 1830 gestiftet;das 1802 gestiftete Nativnalmuseum mit reichen Sammlungen, Stern-warte, bokan. Garten, große öffentliche (60,000 Bände) und Privatbiblio-thckcn, Seminar, Gymnasium. Herrliche Anlagen auf der Palatin Inselund im Orczyschcn Garten. Sitz der königl. und Scptemviraltascl. Wich-tiger Handel mit Wein, Wolle, Taback, Getreide und Vieh; verschiedeneTabacks-, Leder- u. a. Fabriken. Messen. Auf der nahen Ebene Rakoschwar der ehemalige Versammlungsort der Rcichsstände. Große Dämmeschützen die Stadt gegen Überschwemmungen. — Am andern Ufer der Do-nau und mit Pesth durch eine 240 Klafter lange Schiffbrücke verbundenliegt Ofen oder Bild« in einer der reizendsten Gegenden Ungarns von Rc<benhügcln umschlossen, 22,000 L-, mcistcntheils Deutsche. Die Stadt be-steht aus der Festung, auf einer Felsenmasse belegen, der wasscrstadt,der Landstraße, dem Ldeustifr, der Naazcnstadc (Taban) und der Ohri»stinenstadt, dem anmuthigsten Theile, mit dem schönen Hvrvath'schcnGarten. Großes königl. Schloß mit Park, das Landhaus, die Hofkammer,der schöne Sandorsche und der Primatialpallast, das Zeughaus, Rathhaus.Bäder, zum Theil von den Türken, unter deren Herrschaft die Stadt von1541 bis 1686 stand, prächtig erbauet. Archigymnasium, Hauptnermal,schule, Gemäldesammlung des Grafen Brunsvik, große Privatbibliothekcn.Krönungsstadt. Sitz des Rcichspalatins, des Statthaltcrci Raths, der Hof-kammer, des Gencralcvmmandos. Das Stefansfest, 20. Aug. VerschiedeneMineralquellen und Bäder- — Altofen, Marktflecken mit7500L. RömischeAlterthümer. — Das große Pfcrdcgestüt zu Dobalina. — walzen an derDonau, 5500 (lo,ooo) E- Kathvl. Bischof. Lyceum, Seminar, Taub-stummcninstitut. Prächtiger Dom. Das schöne Schloß Migazyburg. —St. Andre am linken Donauufer, 3000E- — Visscgrad, plinrcnburg,Flecken am linken Dvnauufer. Trümmer des altberühmtcn Schlosses. —Aecekemec (ketschkem.), ein großer Marktflecken in der Mitte einer weitenSteppe, 32,ooo E- Wichtige Seifensiederei, bei welcher der in der Gegendgewonnene Salpeter gebraucht wird, Gerberei, Weinbau und starke Vieh-