Band 
Zweiter Theil.
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Slavonien.

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dc.men Z Protestanten. Sie entstanden aus Militaircvlonien ini XVII.Jahr-hmndert. Unter den 6 Städten ist Böszörmeny, 13,000 E. der Hauptvrt.— Szoboszlo, 12,500 E. — Nanas, 7300 L.

v. Königreich Slavonien

— 312 Q. M. 620,000 L. (wovon auf die Provinz nur 712 Q. M. und3150,000 E- kommen). Es gränzt in N. an die Donau und Drau, beideGränze gegen Ungarn, in S. an die Sau, die es von Bosnien trennt,irr W. an Kroatien, in O. an die Donau. Der Boden ist an den Haupt-fiüssen eben und fruchtbar, grvßtcntheils moraing (die großen SümpfeBombe und Lalogyvar an der Drau bei Essek und Petrvvac;'; imInnern ist eine von W. sich herziehende bis 27^0 F. hohe Bergkette, wel-che das Gebiet der Sau und Drau scheidet und unter dem Namen Fruc-kaGor.r die Donau bei Vukvvar zum westlichen Laufe zwingt. Die Draunimmt die Rarasic-o. (schitza) und Lusicz.r (Kuschitza) auf. Das Klimaist (45° N. Br.) milde, die Winter sehr gelinde, daher gedeihen Feigenund Mandeln hier recht gut. Die Berge sind stark bewaldet; Anbaufehlt noch sehr, dennoch liefern die fruchtbaren Ebenen viel wein, Hirse,Hülsciifrüchre, Serreibe, besonders Mais, Weizen, Gbst, vorzüglichZrvcrschcn, die zu Branntwein (Sliwowitza) gebraucht werde», in größterMenge, viel Taback, Süßholz und Lastaiiie»; in den Waldungen sind'Lnoppern und Trüffeln in Menge. Von Hausthicrcn zieht man ammeisten Schweine, weniger Schafe, in den Sumpfgegenden auch Büffel.Die Wälder enthalten Bären, Wölfe, Füchse, viel wild und wildeBienen, an der Sau leben Biber, in den Sümpfen Schildkröten, inder Donau Hausen. Seiden- und Bienenzucht ist ansehnlich, Flachs-und Hanfbau werden wenig getrieben. Das Mineralreich ist noch wenigbenutzt; es soll selbst Gold sich finden. Vor Josef II. war Slavonien nocheine halbe Wildnis, und ist erst durch ihn weqsam gemacht und cultivirter,da es früher nur von Raubcrstammcn bewohnt war. Fabriken sind selten,Handwerke beschranken sich auf die gewöhnlichsten Bedürfnisse; Gerbereiund Blaufarbcrci sind bcmcrkcnswcrth. Die ältesten Einwohner sindJllyricr (auch Serbicr fdic Deutschen SorbenScrbler, Balzen oderBaaizcn vom Flusse Aassa genannt, welche im VII. Jahrh, einwanderten)Slavischen Stammes, ein rohes raubsüchtiges Volk, aber gastfrei undtapfer, von Ackerbau und Viehzucht lebend; eingewandert sind seit 100 Jah-ren wenig Deutsche und Magyaren. Die meisten Einwohner sind derGriechischen Kirche zugethan, die übrigen Römische Larholiken. Pro-testanten durften bis 1827 nicht ins Land kommen; jetzt gibt es einigeProtestant. Gemeinden. Slavonien gehörte in früheren Zeiten den Königenvon Ungarn, kam 1526 in die Gewalt der Türken, ward aber 1699 wiederabgetreten, ist nun mit Ungarn vereinigt und hat dieselbe Verfassung.Die Gespannschastcn in Slavonien und Kroatien senden ihre Abgeordnetenzum Ungarischen Reichstage, haben aber auch ihre besonderen Landtage in