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Dalmalien.
rur am Kukcl, Gymnasium dar Unitaricr. — Fei Vinez, Marktfleckenam Marvs. — Im O. Gebirge das Mincralbad Derszcg. — Ebes Falva,von Armeniern bewohnt.
IV. Die Siebcnbüegische Militaie gränze — 2Z3x O. M. 160,000 E.— Lczdy Vasarhcly (hclg), 5000 L. Hierher gehört der schon genannteNorhc Thurm Paß.
D a l m a t i e n.
Größe — 275 Q.M. Gin schmales Küstenland, I—10 Meilenbreit, zwischen Kroatien, der Türkei und dem Adriatischen Meere, des-sen Küste hier mit vielen Inseln bedeckt ist, fast bis 42° gegen S.sich ausdehnend. Es ist bloßes Gebirgsland, Fortsetzung der Dina-rischen Alpen, hier das Wellebit oder Morlachische Gebirgegenannt, dessen Höhe wahrscheinlich 7000 F. nicht erreicht. Die höch-sten Berge, wie auch das Uferland, sind meist kahler, unfruchtbarerFels, übrigens waldig und, wo der Boden gehörig mit Erde bedecktund bewässert ist, sehr fruchtbar. Klima und Prodncte sind völligItalienisch; an der Küste selten Schnee im Winter, aber kalter Borra(Nordwind). Schöner Marmor, Wein, Ol, Feigen, Man-deln, Wachs, Rindvieh, Ziegen, besonders Fische, auf denInseln See salz und Schafe, sind Haupterzeugnisse. Bemerkens-werth ist der in S. vorkommende Schakal (Ciaghli). Gold- und Eisen-erze, so wie Steinkohlen werden nicht benutzt. Die Roth einiger Miß-erndten hat seit 1816 den Kartoffelbau eingeführt. Nur kleine Flüsse,fast alle mit Wasserfallen, kommen von dem nahen Hanptznge desGebirges an der Türkischen Gränze. Die Kerka stürzt sich i. vollemStrome aus einer Grotte, bildet 5 Prächtige Wasserfälle in einer derschönsten Gebirgslandschaften und trägt eine alte Brücke von 60 Ge-wölben. Durch wilde Gegenden fließt die südlichere Ccttina undbildet zwei Wasserfälle, deren einer 150F. hoch ist. Zahlreiche kleinebis 10Q-. M. große Inseln bedecken die Küste, felsig, unbewaldet, zumTheil unbewohnt und nur im Sommer als Weideplätze für großeSchaf- und Ziegenheerden, oder zum Fischfänge benutzt. Fast alle ha-be» empfindlichen Wassermangel, manche sind ohne Quellen. Die E.— 333,000, sind Morlachen (zwischen Kerka und Narenta), einge-wanderte Serbier und Bosniaken, Uskochen, Kroaten, alle Sla-vischen Stammes und an Rohheit den benachbarten Türkischen Völker-schaften nicht nachstehend, so daß noch Blutrache bei ihnen Sitte ist,in größter Dürftigkeit lebend. Die in den Gebirgen lebenden Hai-ducken sind wahre Räuber. Die Städtebewohncr sind meistcntheilsItaliener. Fast alle E. sind Römische Katholiken unter3 Erzbischöfen und 11 Bischöfen. Slavische Stämme bevölkerten imVIl. Jahrh, zugleich mit Kroatien dies zur Römcrzeit so herrlich an-gebauete, jetzt verödete Land und trieben Räuberei; sie standen unterverschiedenen Häuptlinge» (Supane). Schon im X. Jahrh, erkanntees die Herrschaft des damals mächtigen Venedigs an. 1357 kam es