Band 
Zweiter Theil.
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Ncgroponte. Inseln.

2«oM. lang, i bis 5M. breit, hat fruchtbaren Boden und die gewöhnli-chen Erzeugnisse des übrigen Griechenlands. Die E., von denen unterTürkischer Herrschaft etwa ^ Türken waren, beschäftigen sich stark mitViehzucht. Öl, Getreide, Wolle, Haute und Käse werden ausgeführt;sclhr schon ist der Honig der Insel und der Marmor, letzterer aber ganzumbenutzt. Merkwürdig ist der höchst ungewöhnliche Wechsel von Ebbeumd Fluth in der Meerenge, in welcher das Wasser bisweilen an einemT.age vier-, ja zwölsmal steigt und fallt.— Die Hauptstadt ist Evripoe,rLgribos, durch eine Brücke mit dem festen Lande verbunden, i6,oooE.Schöner Hafen, Citadelle, festes Schloß. Griechen wohnen nur in derVorstadt. Sitz eines Erzbischvfs. — 'Lavysto an der Südküstc, 3000E.Hafen, Citadelle.— Grio an der Nvrdküstc, Hafen- — Verschiedene kleineImseln an der Küste, darunter die 1758 versunkene Insel ponrico in N.

4) Die Inseln ^ 60 bis 70Q.M. 130 bis 150,000 E. Sie sind in5Departements getheilt:*^ s) Die ttordsporaden.— Skiarho —1Q-M-unbewohnt.— Skopclo —iz O..M. 2500E. Weinbau. — Dromi, pcla-gwisl und die Dcusclsinscln (Daimonisi) unbewohnt.— Skpro —3 Q-M.1800 E. Kahle Felsen, fruchtbare Thaler.— 5) Die Nordkykladcn. —Andre. — 4 Q-M. 12,000 E. Seidenbau, Bienenzucht, Ziegen. — Tine

— 4 Q-M. 16,00<^E. Seidenbau und beträchtliche Seidenweberei, mu-sterhafter Anbau. Hauptstadt Sr. ttikolo. — Mykoni — 2 O.-M- 6000 E.Weinbau, Südfrüchte. Die E. sind als gute Seeleute bekannt und trei-ben lebhaften Scehandcl. — Dclos —1H Q-M. unbewohnt und ungesund,nur als Weideplatz benutzt. Viele Mastix- und Terpcntinbaumc — Syrn

— 2Q.M. 1000 E.— Thermia — 2O.M. 6000 S. Ohne Holz. Sei-denbau, Bienenzucht, Baumwolle, Rebhühner. Heiße Quellen. — Zca

— 3Q.M. 5000L- Südfrüchte, Wein, Baumwolle, Gallapfel, Seide;Sechandel. Eine Bleigrubc. Wasser- und Hvlzmangcl. — Serfo —

1 Q-M. 600 E. Viehzucht, Safran. Eisengruben. — c) Die Lentralky-klnden — Naxos, Qaxia — 5 QM. 10,000 E. Getreide, Wein, Öl,Südfrüchte, Schmirgel. Aus den Zeiten der Vcnctianischcn Herrschaftstammt der Adel dieser Insel, der getrennt von den Griechen die Burgder Stadt bewohnt, keinen Antheil am Aufstande nahm und so in Armuthversunken ist, daß er nun durch die Unterstützung des reichen FranzösischenKlosters lebt.— paros — 5 Q.M. 2000E. Baumwolle, berühmter Mar-mor. Daneben Anriparos merkwürdig durch die große Tropfsteinhöhle.—Nio — i Q-M. 3700E. Baumwolle, Öl; Viehzucht. — Sikino undpolikandro, jede 1 Q.M. groß mit 2 bis 300E. — Milo — 3 Q.M.500 (nach Andern 3800) E. Höchst vulkanisch, ungesund; an vielen Stel-len ist der Boden völlig warm; fruchtbar an Öl, Baumwolle und Süd-

*) Das sechste Departement, die Ostsporadcn, liegt nach den neuesten Be-stimmungen der drei großen Mächte außerhalb der Gränze des GriechischenStaats.

Wolzcr's Handb. 2r Thl. 3te Aufl. 7