Band 
Zweiter Theil.
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Einleitung.

tischen und vom Östlichen oder Stillen Ozeane umschlossen,und theilt sich in zwei Halbinseln, die eine grosse Inselkette(Westindien) in sich schließen. Es hat wie Asien und Afrika die durchdie Richtung einer großen Flnth zu erklärende Gcstalr zweier großenDreiecke, deren spitzen nach S. zu gewendet sind, wahrend derR.Randsich weit von W. nach O. ausdehnt. Die Hauptgebirge haben ihreRichtung von S. nach R. Die Cordillera <kordiljehra) de losAn des (d. h. Kette der Arides oderKupferbergc) beginnt im CapFrö-ward und läuft höchstens 20 Meilen von der W. Küste entfernt bis16°N. Br. Hier wendet sie sich zum Theil ins Innere, behält aberimmer die nördliche Richtung und zieht unter dem Namen Felsen -oder Steingebirge bis zum Eismeere, während eine andere Kettein der Nähe der Küste fvrtstreicht. In der S. Halbinsel breiten sichöstlich von ihr die Brasilischen und Orinoco Gebirge auß; aufder nördlichen Halbinsel ganz getrennt von ihr sind in O. die Apal-lachen (apallatschen) und das Allcghany (allegeni) Gebirge. DieGipfel der Arides oder Cordilleras gehören zu den höchsten der Erde;die Hanptspiyen sind in Südamerika zwischen dem Äquator und 20° S.,wo sich der S o rata — 23,600 F., der Jllimani — 22,400 F.,der Chimborazo (tschi'mboraffo) — 20,100 F. erhebt; aber auch aufder nördliche» Halbinsel finden sichGiPfel, wie der P o pokat ep etl —16,800 F., und der Eliasberg — 17,300 F. Eine große Mengethätiger und todter Vulkane ist in der ganzen Kette zerstreuet, wäh-rend in den übrigen Gebirgen fast keine Spur derselben ist. Merk-würdig sind die Hochthäler und Hochebenen, welche sich zwischen denGebirasreihen in einer Höhe erhebe» (bis 13.000F,), die kaum demTibetanischen Hochlande nachsteht und gerade die Hauptstädte der Län-der und meisten Woknplähe der cingewanderten Europäer enthält, sodas Hochland in Bolivia, Peru, Quito und Mexico. Wenig Raumist zwischen dem Hochlande und der westlichen Küste. In O. breitensich gewaltige Ebenen aus, die stnfenweis zum Tieflande hinabsinken,oder, wie in S. zum Brasilische» Gebirgslande fortsetzen; in Nordame-rika sind diese wald - und weidereichen Ebenen unter dem Namen derSavanne» bekannt, am Orinoco heißen sie Llanos >ljanvs), imGebiet des la Plata Pampas. Ausgezeichnet ist die nördliche HälfteNordamerikas durch die zahllose Menge großer und kleiner Landseen,so wie durch die inselreichen zürn Theil noch nicht erforschten Küstenund Busen, während Südamerika fast gar keine Landfeen und an denKüsten eben so wenig Inseln und Busen hat; nur die Südspitze zeigtsich sehr zerrissen. Wir bemerken ferner die außerordentliche Größe ei-niger Ströme des Mississippi, deSMaranhon (maranjong) undla Plata, die eine ungeheure Wassermasse mit sich führen und de-ren Gebiet an Ausdehnung das aller Ströme der alten Welt über-trifft, das Klima, welches im äußersten N, und S. zum ewigen

Winter geneigt, in det Mitte die Wärme Ostindiens hat, aber nurin wenigen sandigen Ebenen die Glut der Afrikanische» Wüsten er-reicht, wie denn überhaupt die Temperatur der Luft viel niedriger ist

als iu den Länder» von denselben Breitengrade» in der alten Welt,